Radsport Saisonvorschau: Mitchelton – Scott will den Giro-Sieg mit Yates

Radsport Saisonvorschau: Mitchelton – Scott will den Giro-Sieg mit Yates

Radsport: Simon Yates war die tragische Figur des Giro d’Italia 2018. Erst an den letzten Tagen verlor der so souveräne Brite das Trikot des Leaders. Für sich und sein Team Mitchelton – Scott sorgte er dann bei der Vuelta a Espana aber doch noch für einen mehr als versöhnlichen Saisonabschluss. 2019 möchte er nach Italien zurückkehren und das Unvollendete zu Ende bringen.

Mitchelton – Scott 2018: 94x auf dem Podium

Es ist noch nicht lange her, als das Team Mitchelton – Scott für jedes Terrain Siegfahrer in den eigenen Reihen hatte – außer für die Gesamtwertungen. Dies hat sich durch die Brüder Simon & Adam Yates und Esteban Chaves schlagartig geändert. 2018 gelang der erste Sieg bei einer Grand Tour. Simon Yates – der beim Giro d’Italia zuvor so kurz vor dem Ende doch noch einbrach – ließ in Spanien der Konkurrenz keine Chance. Doch der Wandel von Mitchelton – Scott zu einem Team für Klassementfahrer hat die Mannschaft in anderen Bereichen kaum schwächer gemacht. Insgesamt stehen 39 Saisonsiege zu Buche und 55 weitere Platzierungen auf dem Podium. Bei kaum einer Rundfahrt oder einem Eintagesrennen gab es kein gutes Ergebnis von Mitchelton – Scott zu vermelden. Lediglich bei der Tour de France sollte es nicht rund laufen.

Transfers: Caleb Ewan hinterlässt eine Lücke

Nach der sehr erfolgreichen Saison 2018 gibt es im Team Mitchelton – Scott keinen Grund für krasse Veränderungen. So wurden für das kommende Jahr keine namhaften Stars oder Siegfahrer verpflichtet. Während Tsgabu Grmay und Brent Bookwalter zu den erfahreneren Leuten zählen, hat Mitchelton – Scott mit Edoardo Affini, Nicholas Schultz, Callum Scotson und Dion Smith vier Talente in den Kader gelotst. Auf der Seite der Abgänge hingegen befinden sich durchaus die ein oder anderen interessanten Namen. Zusammen mit seinem deutschen Helfer Roger Kluge wechselt Caleb Ewan zu Lotto – Soudal. Eigentlich ein äußerst schmerzhafter Verlust, doch da sich der Fokus im Team zu den Klassementfahrern verschoben hat, durchaus ein logischer Schritt. Mit dem 32-jährigen Roman Kreuziger und dem 41-jährigen Svein Tuft – der seine Karriere noch immer nicht beenden möchte – verliert die Equipe einiges an Erfahrung. Besonders in den Bergen als schmerzhaft zu bezeichnender Abgang gilt Carlos Verona. Der Spanier wird künftig bei Movistar der Konkurrenz helfen. Der 23-jährige Australier Robert Power wurde überraschend an Sunweb abgegeben. Alles in Allem erkennen wir an der Transferperiode also durchaus die allgemeine Wandlung des Teams Mitchelton – Scott.

 AbgängeZugänge
Caleb Ewan
(Lotto – Soudal)
Brent Bookwalter
(BMC)
Roger Kluge
(Lotto – Soudal)
Tsgabu Grmay
(Trek – Segafredo)
Carlos Verona
(Movistar)
Edoardo Affini
(SEG Racing Academy)
Roman Kreuziger
(Dimension Data)
Nicholas Schultz
(Caja Rural – Seguros RGA)
Svein Tuft
(Rally Cycling)
Dion Smith
(Wanty – Groupe Gobert)
Robert Power
(Sunweb)
Callum Scotson
(Mitchelton – BikeExchange)

Mitchelton – Scott 2019: Konzentration auf die Rundfahrten

„Es ist ein Rennen, an welches ich gute Erinnerungen habe. Aber es hat auch einen bitteren Geschmack hinterlassen. Also möchte ich zurückkehren, um den Job diesmal zu erledigen.“ Das sind die Worte von Simon Yates. Es ist eine Kampfansage an seine Konkurrenten beim Giro d’Italia 2019. Demnach können wir erwarten, dass die Mannschaft Mitchelton – Scott alles daran setzen wird, um die Italien-Rundfahrt in der kommenden Saison zu gewinnen. Ohne jedoch alle anderen wichtigen Rennen zu vernachlässigen, denn der Kader ist stark genug. Bruder Adam Yates gilt nicht minder talentiert. Auch Esteban Chaves könnte zurück in die Spur des Erfolges führen. Doch nicht nur die Klassementfahrer von Mitchelton – Scott werden für den ein oder anderen Sieg sorgen. Mit Matteo Trentin und Luka Mezgec befinden sich trotz des Abgangs von Sprinter Caleb Ewan noch endschnelle Männer im Kader. Auch bei den Eintagesrennen spielt man seit jeher meist eine gute Rolle. Auch wenn es schwierig wird, die starke Saison 2018 zu wiederholen, wird Mitchelton – Scott also auch im kommenden Jahr zu den stärksten Teams gehören.

über den Autor

Michael Behringer

Radsport - Radsport mit all seinen Taktiken, Etappenanalysen, Platzierungen und Prognosen sind die große Leidenschaft von Michael. Im Jahr 1996 hat Michael seine erste Tour de France geschaut. Seitdem verfolgt er nahezu jedes Rennen. Seine Passion Radsport begleitet ihn also seit über zwei Jahrzehnten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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