Radsport Saisonvorschau: CCC hat einen schwierigen Start vor sich

Radsport Saisonvorschau: CCC hat einen schwierigen Start vor sich

Radsport: Aller Anfang ist schwer. Das wird 2019 definitiv auch für das Team CCC gelten. Als Nachfolger der erfolgsverwöhnten Mannschaft BMC stehen keine einfachen ersten zwölf Monate an. Geblieben ist von den Stars nur Greg van Avermaet.

BMC 2018: 24 Siege & 55 weitere Podiumsplätze zum Abschied

Seit 2007 hat der Schweizer Radhersteller BMC das WorldTour-Team um General-Manage Jim Ochowicz ausgestattet und gesponsert. Ab der Saison 2019 ist jedoch Schluss damit. Die Equipe dreht künftig mit einer polnischen Lizenz unter dem Namen CCC ihre Runden. Doch das letzte Jahr der schwarz-roten Mannschaft war durchaus ein erfolgreicher Abschluss der Zusammenarbeit. Satte 24 Siege und 55 weitere Plätze auf dem Podium sorgten dafür, dass BMC erneut zu den stärksten Teams der Saison zählte. Hauptverantwortlich dafür waren die Belgier Greg van Avermaet und Dylan Teuns, sowie die Australier Richie Porte und Rohan Dennis. Besonders stark präsentierte sich die gesamte Equipe im Kampf gegen die Uhr. Gleich mehrfach konnten Teamzeitfahren gewonnen werden – unter anderem auch bei der Tour de France. Hätte Richie Porte in Frankreich nicht verletzt aufgeben müssen, wäre vielleicht eine noch bessere Saison möglich gewesen. So gelten die Erfolge von Rohan Dennis bei der Zeitfahr-WM in Innsbruck und die Rundfahrtssiege von Richie Porte bei der Tour de Suisse als die größten. Zudem gewann BMC bei jeder Grand Tour mindestens eine Etappe.

Transfers: Es wird einsam um Greg van Avermaet

Ein Blick auf die Zugänge und Abgänge der Mannschaft BMC bzw. CCC lohnt sich in diesem Fall nicht. Durch die Fusion sind lediglich sieben Fahrer von BMC und fünf Fahrer von CCC erhalten geblieben. Hinzu kommen elf Neulinge, darunter auch der Deutsche Simon Geschke und der Österreicher Stefan Denifl. Die bekanntesten internationalen Namen sind sicherlich Serge Pauwels, Laurens Ten Dam, Guillaume van Keirsbulck und Jakub Mareczko. Geblieben sind von der ehemaligen BMC-Equipe neben Greg van Avermaet unter anderem Alessandro De Marchi und Michael Schär. Allein an all diesen Namen erkennen wir schon, dass die Mannschaft insgesamt stark auf Erfahrung baut und es nur wenige Siegfahrer zu erkennen sind. Damit sich das Team CCC in Zukunft in der WorldTour halten kann, müssen in der nächsten Transferperiode einige Neulinge verpflichtet werden.

CCC 2019: Es gibt nur sehr geringe Erwartungen

Statt in rot-schwarz und dem Schriftzug BMC auf dem Rücken geht die Mannschaft in der neuen Saison in orange und mit dem Schriftzug CCC an den Start. Durch die zahlreichen Transfers handelt es sich – obwohl es ganz klar eine Nachfolgemannschaft ist – um ein absolut neues Team. Dementsprechend wird sich auch der Charakter der Mannschaft stark verändern und sie wird vermutlich anders auftreten, als wir dies gewohnt sind. Grundsätzlich muss CCC deutlich mehr auf Ausreißergruppen bauen, weil die Qualität des Kaders einfach nicht ausreichend stark ist, um bei Etappen bis zum Schluss warten zu können. Tatsächlich gibt es in Person von Greg van Avermaet nur einen wirklichen Siegfahrer in der Mannschaft. Der Belgier wird allerdings auch schon 34 Jahre alt und vermutlich daher nicht mehr besser. Des Weiteren ist das Terrain, auf dem er siegen kann, stark eingegrenzt. In den Bergen, bei sehr hügeligen Klassikern und in Massensprints müssen andere Fahrer für Ergebnisse sorgen. Und dabei kann es sich bei WorldTour-Rennen nur um Ausreißersiege handeln. Eine rasante Entwicklung des italienischen Sprinters Jakub Mareczko würde CCC ebenfalls sehr gut tun. Erwarten sollten die Fans dieser Mannschaft allerdings im ersten Jahr nicht allzu viel.

über den Autor

Michael Behringer

Radsport - Radsport mit all seinen Taktiken, Etappenanalysen, Platzierungen und Prognosen sind die große Leidenschaft von Michael. Im Jahr 1996 hat Michael seine erste Tour de France geschaut. Seitdem verfolgt er nahezu jedes Rennen. Seine Passion Radsport begleitet ihn also seit über zwei Jahrzehnten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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