Radsport Saisonvorschau: Bora – hansgrohe ist längst mehr als nur Sagan

Radsport Saisonvorschau: Bora – hansgrohe ist längst mehr als nur Sagan

Radsport: Der Mannschaft Bora – hansgrohe gelang in den vergangenen Jahren ein rasanter Aufstieg. 2018 mauserte sich das deutsche Team zu einem Favoriten auf nahezu jedem Terrain. Eng verbunden ist der Erfolg mit Peter Sagan. Wie diese Saison aber gezeigt hat, kann sich Bora – hansgrohe auch auf die anderen Profis im Kader verlassen – und zum Jahr 2019 kommt ein weiterer Topfahrer hinzu.

Bora – hansgrohe 2018: Sagan hat nicht die meisten Siege im Team

Wer an die Mannschaft Bora – hansgrohe denkt, der denkt sofort an Peter Sagan. Kein Wunder, denn der dreifache Weltmeister prägt seit Jahren eine neue Ära im Radsport. Doch es wäre nicht fair, im Team Bora – hansgrohe nur Peter Sagan zu sehen. Natürlich ist der Slowake der alles überstrahlende Player, doch in der Saison 2018 hat er zu den 33 Siegen lediglich acht beigetragen. Er gewann unter anderem Gent – Wevelgem, Paris – Roubaix und drei Etappen bei der Tour de France. Damit steuerte er die wichtigsten Erfolge bei, aber nicht die meisten. Mit neun Saisonsiegen hält nämlich der deutsche Sprinter Pascal Ackermann den Rekord. Dem Deutschen Meister gelang der Durchbruch. Gemeinsam mit Sam Bennett, der drei Teilstücke beim Giro d’Italia gewann, wird er nun neben Peter Sagan die Massensprints aufmischen.

Transfers: Schachmann und Bora – hansgrohe tun sich gut

Mit nur drei Zugängen und zwei Abgängen hat das Team Bora – hansgrohe die wenigsten Transfers in der ersten Klasse des Radsports getätigt. Die Teamleitung scheint mit der Leistung des aktuellen Kaders zufrieden zu sein – und das völlig zurecht. Schließlich gibt es kaum Schwächen in der Mannschaft. Nicht nur die Qualität an der Spitze ist überragend, auch die Breite gibt ein ausgeglichenes Bild von sich ab. Trotzdem dürfen die Fans von Bora – hansgrohe in der kommenden Saison vielleicht sogar noch etwas mehr erwarten, denn die wenigen Transfers haben es vor allem auf Grund eines Namens in sich: Maximilian Schachmann! Der noch 24-jährige Deutsche hat 2018 einen riesigen Sprung nach vorn gemacht und ist zu einem richtigen Siegfahrer geworden. Im Team Bora – hansgrohe wird er noch mehr Freiheiten genießen und daher sind von ihm erneut starke Resultate zu erwarten. Die beiden weiteren Neulinge – Oscar Gatto und Jempy Drucker – werden vor allem in der Ebene oder in leicht hügeligem Terrain Helferdienste leisten müssen. Die Abgänge wiegen nicht schwer. Matteo Pelucchi ist in der Hackordnung der Sprinter ohnehin weit abgerutscht und hätte bei wichtigen Rennen kaum mehr eine Rolle gespielt. Aleksejs Saramotins passt mit seinen mittlerweile 36 Jahren auch einfach nicht mehr in das Konzept der Mannschaft.

 AbgängeZugänge
Matteo Pelucchi
(Androni Giocattoli – Sidermec)
Maximilian Schachmann
(Quick-Step Floors)
Aleksejs Saramotins
(unbekannt)
Oscar Gatto
(Astana)
Jempy Drucker
(BMC)

Bora – hansgrohe 2019: Die Klassementfahrer müssen zulegen

Peter Sagan, Pascal Ackermann & Sam Bennett – in den Massensprints muss sich die deutsche Mannschaft Bora – hansgrohe gewiss nicht verstecken. Auch für die Klassiker sind sie mit Peter Sagan, Marcus Burghardt, Oscar Gatto und den Österreichern Gregor Mühlberger und Lukas Pöstlberger gut aufgestellt. Um die hügelige Sektion kümmern sich deren Landsleute Patrick Konrad und Felix Großschartner, sowie eben jener Maximilian Schachmann, der für das Hochgebirge wohl noch nicht ganz vorn einzuordnen ist. Überzeugt hat das Team Bora – hansgrohe 2018 lediglich in den Gesamtwertungen nicht. Emanuel Buchmann hat zwar einen mächtigen Schritt nach vorn gemacht, doch Rafal Majka fährt seiner Topform hinterher. Kann der Pole wieder zu alter Stärke zurückfinden und bringen die eben genannten Profis ihre zu erwartenden Leistungen, dann stehen dem Team Bora – hansgrohe rosige Zeiten bevor. Natürlich wird weiterhin vieles von Peter Sagan abhängen, doch der Slowake ist seit Jahren eine Bank und lässt nie Zweifel darüber aufkommen, dass er für Top-Resultate sorgen wird – im kommenden Jahr sogar mal nicht im Trikot des Weltmeisters.

über den Autor

Michael Behringer

Radsport - Radsport mit all seinen Taktiken, Etappenanalysen, Platzierungen und Prognosen sind die große Leidenschaft von Michael. Im Jahr 1996 hat Michael seine erste Tour de France geschaut. Seitdem verfolgt er nahezu jedes Rennen. Seine Passion Radsport begleitet ihn also seit über zwei Jahrzehnten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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