Radsport Saisonvorschau: Bahrain – Merida wird jünger und stärker

Radsport Saisonvorschau: Bahrain – Merida wird jünger und stärker

Radsport: Das Team Bahrain – Merida hat die zweite Saison hinter sich gebracht und dabei eine beeindruckende Leistung gezeigt. Zahlreiche Siege und Podiumsplatzierungen erstreckten sich über das gesamte Jahr. Anhand der guten Transferpolitik könnte das Jahr 2019 noch besser werden.

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Bahrain – Merida 2018: Nicht nur Nibali wusste zu überzeugen

Mit 29 Saisonsiegen und 70 weiteren Plätzen auf dem Podium darf das Jahr 2018 für Bahrain – Merida durchaus als sehr gut bezeichnet werden. Den größten Sieg des Jahres gab es bereits Mitte März zu bejubeln, als Vincenzo Nibali den Eintagesklassiker Milan – Sanremo gewinnen konnte. Matej Mohoric erwischte seine wohl bislang stärkste Saison. Er gewann nicht nur eine Etappe beim Giro d’Italia, sondern auch die Gesamtwertungen der BinckBank Tour und der Deutschland Tour. Kein Glück hatten die Mannen für das Gesamtklassement aber bei den großen Landesrundfahrten. Für Ion Izagirre reichte es bei der heimischen Vuelta a Espana nur zu Rang neun, nachdem Vincenzo Nibali bei der Tour de France eine beeindruckende Vorstellung zeigte, dann jedoch wegen eines Sturzes aufgeben musste. Alles in Allem zeigten sich über zehn Fahrer für die 29 Erfolge verantwortlich, was für einen sehr ausgeglichenen Kader und eine gute Stimmung in der Mannschaft spricht.

Transfers: Bahrain – Merida verbessert sich in allen Bereichen

Trotz acht Neuzugängen wird der Kader von Bahrain – Merida in der kommenden Saison verkleinert. Dem gegenüber stehen nämlich satte elf Abgänge. Ungefähr ein Drittel der Mannschaft wird also einfach ausgetauscht, was durchaus als großer Umbruch bezeichnet werden darf. Diesen hat es aber – trotz der guten Ergebnisse 2018 – tatsächlich gebraucht. Der Kader war insgesamt nämlich deutlich zu alt. Mit Borut Bozic, Franco Pellizotti und Kanstantsin Siutsou beenden gleich drei Fahrer ihre Karriere. Außerdem verlassen in Person von Gorka Izagirre, Ion Izagirre und Giovanni Visconti drei absolute Siegfahrer die Mannschaft. Durch die Abgänge von Manuele Boaro, Niccolo Bonifazio und Enrico Gasparotto wird Bahrain – Merida zudem immer weniger italienisch. Sieht man sich jedoch die Zugänge an, muss einem Fan nicht Angst und Bange werden. Im Gegenteil: Die Equipe hat sich sogar verstärkt. Mit dem deutschen Duo Marcel Sieberg und Phil Bauhaus wird künftig auch der Massensprint ein Thema. Mit Rohan Dennis kommt der wohl beste Zeitfahrer der Welt ins Team. Damiano Caruso kann im Hochgebirge ein erstklassiger Edelhelfer sein und Dylan Teuns gehört jetzt schon zu den stärksten Profis, wenn es hügelig wird.

 AbgängeZugänge
Ion Izagirre
(Astana)
Phil Bauhaus
(Sunweb)
Gorka Izagirre
(Astana)
Marcel Sieberg
(Lotto – Soudal)
Giovanni Visconti
(Wilier – Triestina)
Damiano Caruso
(BMC)
Manuele Boaro
(Astana)
Rohan Dennis
(BMC)
Niccolo Bonifazio
(Direct Energie)
Dylan Teuns
(BMC)
Enrico Gasparotto
(Dimension Data)
Jan Tratnik
(CCC – Sprandi – Polkowice)
Ramunas Navardauskas
(Delko – Marseille Provence)
Andrea Garosio
(D'Amico – Utensilnord)
David Per
(Adria Mobil)
Stephen Williams
(SEG Racing Academy)
Franco Pellizotti
(Karriereende)
Borut Bozic
(Karriereende)
Kanstantsin Siutsou
(Karriereende)

Bahrain – Merida 2019: Jetzt ist die Mannschaft noch flexibler

Vincenzo Nibali überstrahlt im Team Bahrain – Merida alles. Kein Wunder, denn der Italiener gehört zu den stärksten Fahrern seiner Zeit. Doch auch er wird Jahr für Jahr älter und die Teamleitung muss den Kader in der Breite qualitativ besser aufstellen – und das ist unserer Meinung nach gelungen. Wenn Phil Bauhaus noch einen weiteren Schritt nach vorn machen kann, zählt er zu den stärksten Sprintern im Peloton. Mit Rohan Dennis hat man quasi eine Sieg-Garantie in Zeitfahren eingekauft. Auch die Qualität der Helfer hat sich durch die Transfers verbessert und der Kader ist allgemein etwas jünger geworden. Es ist also davon auszugehen, dass sich Bahrain – Merida nicht verschlechtern wird. Vor allem werden wir die Trikots dieser Mannschaft künftig auf nahezu jedem Terrain vorn mitmischen sehen.

über den Autor

Michael Behringer

Radsport - Radsport mit all seinen Taktiken, Etappenanalysen, Platzierungen und Prognosen sind die große Leidenschaft von Michael. Im Jahr 1996 hat Michael seine erste Tour de France geschaut. Seitdem verfolgt er nahezu jedes Rennen. Seine Passion Radsport begleitet ihn also seit über zwei Jahrzehnten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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