Test: Pegasus Premio Superlite – Sportives Schnäppchen
Foto von Enrico Wagner

Test: Pegasus Premio Superlite – Sportives Schnäppchen

Test: Das Pegasus Premio Superlite richtet sich mit seiner sportlichen, leichten Ausrichtung samt Starrgabel weniger an Komfortliebhaber als an sportive Fahrer oder urbane Pendler. Beim Preis von deutlich unter 1.000€ dürften zudem auch Schnäppchenjäger hellhörig werden – gerade, weil man kaum Kompromisse eingehen muss.

Rahmenformen: Diamant / Trapez
Zulässiges Systemgewicht: 115kg
Maximale Zuladung: 99,4kg
Federgabel: Nein
Federstütze: Nein

Preis: 899 €
Gewicht: 15,61 kg

Am Pegasus muss man mit neun Gängen auskommen – angesichts des Preises ist diese kleine Einschränkung jedoch verschmerzbar.

Die Kölner Marke setzt den Rotstift an und präsentiert für knapp 900 Euro ein flottes Trekkingbike, das gut gefällt – auch wenn man genauer hinschaut. Vorab muss man allerdings sagen: Irgendwo sind Kompromisse nötig, und beim Premio Superlite betrifft dies etwa die Schaltung, die mit neun statt mit zehn oder elf Ritzeln auskommen muss. Andererseits entdeckt man an dem Rad komplett im Unterrohr versteckte Züge und Leitungen, einen schönen Übergang von Gabel und Rahmen sowie eine gelungene, elegante Befestigung des mit 60 Lux ausgesprochen hellen Strahlers.

Überhaupt, die Gabel: Sie ist wie bei einigen anderen Modellen im Test starr, was natürlich ein wenig Komfort kostet, gerade in den unteren Preisklassen aber gar nicht schlecht ist – die Alternative wäre nämlich eine sehr einfach gefederte Forke. Außerdem passt die Starrgabel zu eher sportlichen Sitzhaltung auf dem Pegasus und macht sich positiv beim Gewicht bemerkbar.

Das Pegasus fühlt sich sehr direkt an – auch wenn man mangels Federgabel etwas an Komfort einbüßt.

Nicht sehr sportiv ist das Lenkverhalten des Pegasus Premio Superlite, das eher in Richtung träge geht; dazu sind Laufruhe und Fahrstabilität bei hohem Tempo nicht sehr ausgeprägt – zwei Faktoren, die die Freude am Pegasus trüben, allerdings im direkten Vergleich mit den anderen Testrädern auch stärker auffallen. Die Laune bessert sich wieder beim Betrachten des soliden Gepäckträgers mit Spanngurt, der stabil am Schutzblech befestigt ist; der Hebie-Seitenständer ist formschön an der Kettenstrebe montiert. Auch das vordere Schutzblech fällt ausreichend lang aus.

Fazit: Pegasus Premio Superlite

Gesamtwertung

74%

Preis-/Leistung

92%

Pro

Helle Beleuchtung
Gutmütiges Fahrverhalten
Niedriges Gewicht

Contra

Eher unkomfortabel
9-fach Schaltung

Fakten

Rahmenmaterial
Aluminium
Bremse
Scheibenbremse Hydraulisch
Gewicht
15,61kg
Preis
899 Euro
Web
Zum günstigen Preis bietet Pegasus ein gelungenes Starrbike an, bei dem nur an den Gängen gespart wurde. Der Rahmen ist kein Komfort-Meister, überzeugt aber bspw. mit innenverlegten Zügen.

Tester(in)

Simon Bayer

Simon Bayer ist in seiner Jugend Deutsche Motorrad Trial Meisterschaften gefahren und stieg nach 5 Jahren Pause in die Enduro-Mountainbike Szene ein, wo er nun erfolgreich Rennen fährt. Da er sich schon immer für Zweiräder interessierte und in seiner Freizeit Produkte testete, entschied er sich für die Tätigkeit als Redakteur im Degen Mediahouse.

über den Autor

Caspar Gebel

Caspar Gebel, Jahrgang 1968, sitzt seit 35 Jahren auf dem Rennrad. Der Fachjournalist und Sachbuchautor arbeitet für Velomotion und auch für die Zeitschriften Procycling und Fahrrad News.

Erstelle einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.