Denz, De Marchi, Kragh Andersen & Mollema feiern Siege am Wochenende

Denz, De Marchi, Kragh Andersen & Mollema feiern Siege am Wochenende

Radsport: Nico Denz (AG2R La Mondiale) hat seinen ersten Profisieg eingefahren. Der 24-Jährige gewann am Samstag die 47. Ausgabe der Tour de Vendée. Dieses Wochenende hatten auch Alessandro De Marchi (BMC) und Sören Kragh Andersen ihre Gründe zu Jubeln.

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Ortlieb Spot

Nico Denz gelingt der perfekte Saisonabschluss

Den ersten Sieg der Karriere vergisst man nie. Daher wird Nico Denz (AG2R La Mondiale) die Tour de Vendée 2018 für immer positiv in Erinnerung behalten. Der 24-jährige Deutsche konnte sich in seinem letzten Saisonrennen den ersten Erfolg als Profi sichern. Auf der 206,4 Kilometer langen Strecke löste er sich zunächst gemeinsam mit 16 Begleitern aus dem Peloton. Trotz Nacer Bouhanni in den eigenen Reihen, konnte Cofidis im Hauptfeld nicht für das nötige Tempo sorgen, so dass die Ausreißergruppe beste Chancen auf das Durchkommen hatte. Schließlich setzten sich mit Nico Denz, Lennert Teugels (Cibel-Cebon) und Gian Friesecke (Vorarlberg-Samsis) drei Profis aus der Spitzengruppe ab. Dieses Trio wurde nicht wieder eingefangen. So kam es auf der Zielgeraden zu einem spannenden Dreiersprint, welchen Nico Denz für sich entscheiden konnte.

Nico Denz:
„Ich habe eine ganze Weile auf diesen Sieg gewartet. Ich bin jetzt seit drei Jahren Profi. Das ist eine große Genugtuung. Ich habe mich die ganze Saison über gut gefühlt, aber es hat immer etwas gefehlt.“

Der Mut von Alessandro De Marchi wird belohnt

Ebenfalls am Samstag durfte der Italiener Alessandro De Marchi (BMC) die Hände zum Jubeln in die Höhe strecken. Der 32-Jährige feierte bei der 101. Auflage des Giro dell’Emilia seinen zweiten Saisonsieg, nachdem er bereits vier Wochen zuvor die elfte Etappe der Vuelta a Espana gewann. Der norditalienische Herbstklassiker führte die Fahrer über 207,4 Kilometer rund um Bologna. Leider meinte es das Wetter nicht gut mit den Profis, denn die Strecke musste größtenteils im Regen absolviert werden. Dies scheint Alessandro De Marchi besonders zu liegen, denn auch bei seinem Etappensieg in Spanien jubelte er im Regen. Rund 30 Kilometer vor dem Ziel löste sich Alessandro De Marchi aus einer Spitzengruppe heraus. Nachdem sein Vorsprung teilweise knapp eine Minute betrug, sank er kurz vor dem Ziel in sich zusammen. Letztendlich konnte er an der Wallfahrtskirche Madonna di San Luca jedoch acht Sekunden vor Rigoberto Uran (EF-Education) retten.

Kein Sprint bei Paris-Tours

Auch am Sonntag wurde noch Rad gefahren – und wieder setzte sich ein Ausreißer durch. Auf den letzten Kilometern des Eintagesrennens Paris-Tours befanden sich mit Sören Kragh Andersen (Sunweb), Niki Terpstra (Quick-Step Floors) und Benoit Cosnefroy (AG2R La Mondiale) drei Fahrer in aussichtsreicher Position. Einig waren sie sich jedoch nicht mehr, als von hinten niemand mehr aufzuschließen drohte. Schließlich nutzte Sören Kragh Andersen die Situation rund zehn Kilometer vor dem Ziel aus und attackierte seine beiden Begleiter. Wie so oft im Radsport blickten sich diese anschließend nur an – und der Tagessieg war vergeben. 25 Sekunden später gewann Terpstra den Zweiersprint vor Cosnefroy.

Bauke Mollema siegt beim Gran Premio Bruno Beghelli

Einen versöhnlichen Saisonabschluss hat auch Bauke Mollema (Trek-Segafredo) auf den Asphalt gelegt. Der Niederländer gewann am Sonntagnachmittag den Gran Premio Bruno Beghelli. Den hügeligen Parcours mit Start und Ziel in Monteveglio absolvierte er nach knapp viereinhalb Stunden vor Carlos Barbero (Movistar) und Manuel Bellettini (Androni Giocattoli-Sidermec). Nach seinem Erfolg auf der zweiten Etappe der Settimana Coppi e Bartali Ende März diesen Jahres, war der Sieg beim Gran Premio Bruno Beghelli sein zweiter in dieser Saison. Während es bei den Grand Tours für Bauke Mollema 2018 eher weniger gut lief, darf er sich nun also dennoch über einen ordentlichen Saisonabschluss freuen.

über den Autor

Michael Behringer

Radsport - Radsport mit all seinen Taktiken, Etappenanalysen, Platzierungen und Prognosen sind die große Leidenschaft von Michael. Im Jahr 1996 hat Michael seine erste Tour de France geschaut. Seitdem verfolgt er nahezu jedes Rennen. Seine Passion Radsport begleitet ihn also seit über zwei Jahrzehnten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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