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Radsport: Tour de France #7: Dylan Groenewegen gewinnt langweilige Bummeletappe

13. Juli 2018 by Michael Behringer

Groenewegen Dylan Tour de France

Radsport: Sorry Jungs, das war keine Werbung für den Radsport. Das siebte Teilstück der Tour de France wurde vom Peloton zu einer langweiligen Bummeletappe umfunktioniert. Nach über sechs Stunden Fahrzeit kam es auf der in diesem Jahr längsten Etappe zum erwarteten Massensprint. Dieser konnte dann zumindest am Ende des Tages für Spannung sorgen. Dylan Groenewegen (LottoNL-Jumbo) durfte sich vor Fernando Gaviria (Quick-Step Floors) über den Etappensieg freuen.

Die längste Etappe startet im Schneckentempo

Am heutigen Freitag, dem 13. waren die Fahrer über 231,0 Kilometer von Fougères nach Chartres unterwegs. Ausgerechnet auf der längsten Etappe der Tour de France 2018 entschied sich Yoann Offredo (Wanty-Groupe Gobert) dazu, als Solist auf Etappenjagd zu gehen. Wobei, gewünscht hätte sich der Franzose gewiss ein bessere Szenario. Bereits bei Kilometer Null attackierte er, brach jedoch das Unterfangen ab, nachdem ihm niemand folgen wollte. Anschließend versuchte es sein Teamkollege Thomas Degand. Auch mit ihm wollte keiner mitfahren, so dass er sich wieder einholen ließ. Da das Hauptfeld im Schneckentempo unterwegs war, musste er fast anhalten, um zurück ins Peloton zu gelangen. Schließlich startete Yoann Offredo noch einmal einen Versuch. Nachdem sich erneut niemand zu ihm gesellen wollte, begab er sich in Zeitfahrposition und nahm die knapp 200 noch verbliebenen Kilometer als Solist unter die Räder.

Tour de France Vorschau Etappe 7 Profil



Keine Chance für die Solisten Offredo und Pichon

Rund 100 Kilometer vor dem Ziel nutzten die Teams Trek-Segafredo und AG2R La Mondiale eine Windkante für eine Teilung des Feldes. Kurzzeitig wurden einige namhafte Profis, darunter Marcel Kittel (Katusha-Alpecin) und Daniel Martin (UAE Team Emirates) abgehängt. Sie konnten den Anschluss aber wiederherstellen. Durch die Tempoverschärfung sank der 9-Minuten-Vorsprung von Yoann Offredo zusammen, so dass er schließlich vom Peloton eingeholt wurde. Immerhin gewann der Franzose zuvor noch die Bergwertung an der Côte du Buisson de Perseigne. Nach der Einholung begann das Rennen von vorn und es entstand die gleiche Situation. Mit Laurent Pichon (Fortuneo-Samsic) löste sich nur ein Fahrer vom Hauptfeld, doch auch er wurde vor dem Ziel erwartungsgemäß gestellt. Bei der Sprintwertung in Berd’huis sicherte sich Fernando Gaviria (Quick-Step Floors) Rang #2 vor Peter Sagan (Bora-hansgrohe) und Alexander Kristoff (UAE Team Emirates). Die drei Sekunden Zeitbonifikation beim Bonussprint in Nonvilliers-Grandhoux gingen relativ kampflos an Leader Greg Van Avermaet (BMC).

Groenewegen heute souverän

Nach einer Fahrzeit von rund sechs Stunden wurden die Zuschauer und die Fahrer im Zielort schließlich erlöst. Auf den letzten zehn Kilometern bereiteten die Teams den Massensprint vor. Quick-Step Floors ließ sich erneut viel Zeit, kam jedoch auf den letzten 600 Metern ganz nach vorn und bereitete für Fernando Gaviria erneut alles perfekt vor. Doch diesmal sollte er nicht der strahlende Sieger sein. Denn aus dem Hinterhalt sprang Dylan Groenewegen (LottoNL-Jumbo) hervor. Der Niederländer, der im vergangenen Jahr die Schlussetappe gewinnen konnte, sprintete souverän an Fernando Gaviria vorbei zu seinem ersten Erfolg bei der diesjährigen Tour de France. Rang #3 sicherte sich Peter Sagan, der damit sein Grünes Trikot verteidigen konnte. Bester Deutscher wurde auf Rang #6 André Greipel (Lotto Soudal). John Degenkolb (Trek-Segafredo) sprintete auf Platz #8.

DYLAN GROENEWEGEN PAKT ZE ALLEMAAL! De renner van @LottoJumbo_road wint de zesde etappe in de Tour de France! #TDF2018 pic.twitter.com/TSHfqeNiOf



— Eurosport Nederland (@Eurosport_NL) 13. Juli 2018



Stichworte:Dylan GroenewegenLaurent PichonNewsTour de FranceYoann Offredo

Über Michael Behringer

Radsport mit all seinen Taktiken, Etappenanalysen, Platzierungen und Prognosen sind die große Leidenschaft von Michael Behringer. Im Jahr 1996 hat er seine erste Tour de France verfolgt. Seitdem beobachtet er nahezu jedes Rennen. Seine Passion Radsport begleitet ihn also seit über zwei Jahrzehnten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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