Tour de France #5: Peter Sagan lässt erneut Sonny Colbrelli hinter sich

Tour de France #5: Peter Sagan lässt erneut Sonny Colbrelli hinter sich

Radsport: Peter Sagan (Bora-hansgrohe) bleibt der Tourminator. Der Weltmeister gewann heute seine zweite Etappe bei der Tour de France 2018 erneut vor Sonny Colbrelli (Bahrain-Merida). Durch die Tempoarbeit seiner Mannschaftskameraden konnten die Ausreißer rechtzeitig gestellt und Kontrahent Fernando Gaviria (Quick-Step Floors) abgehängt werden. Die französische Equipe Direct Energie präsentierte sich heute äußerst offensiv, ging jedoch am Ende des Tages komplett leer aus.

7 Ausreißer, 5 Bergwertungen

Über 204,5 Kilometer waren die Fahrer heute von Lorient nach Quimper unterwegs. Ehe es fünf Bergwertungen der dritten und vierten Kategorie zu bewältigen galt, bildete sich nach einem etwas längeren Kampf die Ausreißergruppe des Tages. Mit Nicolas Edet (Cofidis), Elie Gesbert (Fortuneo-Samsic), Jasper De Buyst (Lotto Soudal), Julien Vermote (Dimension Data), Tom Skujins (Trek-Segafredo), sowie Sylvain Chavanel und Lilian Calmejane (Direct Energie) wurde schließlich sieben Fahrern ein Vorsprung gewährt. Leider trat Tiesj Benoot (Lotto Soudal) nicht mehr zur heutigen Etappe an. Gestern zog er sich beim Massensturz kurz vor dem Ziel Schnittwunden am Kopf, Prellungen der Rippen, des Schulterblatts und des Handgelenks, sowie eine ausgekugelte Schulter zu. Michael Matthews (Sunweb) stand ebenfalls nicht am Start. Nach einem Sturz in der Anfangsphase gab auch Robert Kišerlovski (Katusha-Alpecin) die Tour de France auf.

Peter Sagan Tour de France Etappe 5 Profil

Direct Energie spielt Katz und Maus

Hinter den Ausreißern sicherte sich 112 Kilometer vor dem Ziel Fernando Gaviria (Quick-Step Floors) sieben Punkte in Roudouallec. Dahinter rollten Peter Sagan (Bora-hansgrohe) und Alexander Kristoff (UAE Team Emirates) über die Linie. Nach der Verpflegungszone begann mit der Côte de Kaliforn die wellige zweite Halbzeit. Während sich Sylvain Chavanel mit einer Attacke nach vorn verabschiedete, verlor Elie Gesbert in der Abfahrt die Kontrolle, flog in die Böschung und schließlich ins Hauptfeld zurück. Um die Harmonie in der Verfolgergruppe war es geschehen. Denn Chavanel sicherte sich die Bergpunkte und Teamkollege Calmejane durfte sich im Windschatten seiner Begleiter ausruhen. Schließlich kam es noch vor der Côte de Menez Quelerc’h zum Zusammenschluss von Chavanel, Calmejane, Skujins und Edet. Derweil übernahm das Team Bora-hansgrohe im Hauptfeld die Führung. Dies zeigte in den Anstiegen sofort Wirkung. Einige Sprinter verloren sofort den Anschluss, darunter Marcel Kittel (Katusha-Alpecin) und Mark Cavendish (Dimension Data).

Skujins erobert das Bergtrikot – Direct Energie geht leer aus

Da Chavanel seinen Begleitern nicht mehr folgen konnte, wurde es im Kampf um das Bergtrikot doch noch einmal eng. Skujins sicherte sich die beiden verbliebenen Bergpreise vor Calmejane und kam damit ebenfalls auf vier Punkte. Da er jedoch mehr höher klassifizierte Anstiege gewinnen konnte, wird Skujins morgen im Bergtrikot an den Start gehen. Bitter für die Mannschaft Direct Energie, welche trotz des großen Aufwands am Ende des Tages leer ausging. In den Kampf um den Etappensieg konnten die verbliebenen Ausreißer nämlich nicht mehr ernsthaft eingreifen, da die Teams Bora-hansgrohe und BMC die Lücke zwölf Kilometer vor dem Ziel schließen konnten. Den Bonussprint sicherte sich Julian Alaphilippe (Quick-Step Floors) vor Greg van Avermaet (BMC), womit die beiden drei bzw zwei Sekunden im Gesamtklassement herausfahren konnten.

Peter Sagan bleibt aufmerksam und fehlerfrei

Zehn Kilometer vor dem Ziel zog die französische Equipe Direct Energie den nächsten Trumpf: Rein Taaramäe versuchte sich als Solist. Doch auch er konnte den Tag für das heute so engagierte Team nicht mehr retten. Sky übernahm das Kommando und führte das Peloton auf die letzten Kilometer. Als die Flamme Rouge über dem Peloton wehte begann die Schlusssteigung mit durchschnittlich 4,8 Prozent. Sofort setzte Philippe Gilbert (Quick-Step Floors) eine Attacke. Greg Van Avermaet (BMC), Sonny Colbrelli (Bahrain-Merida), Julian Alaphilippe (Quick-Step Floors) und Peter Sagan (Bora-hansgrohe) blieben an seinem Hinterrad. Da es auf den letzten 300 Metern wieder etwas flacher wurde, konnte Sagan seine Sprintstärke perfekt ausspielen und zu seinem zweiten Etappensieg bei der Tour de France 2018 rasen. Hinter ihm sicherte sich Colbrelli Rang zwei vor Gilbert und Valverde.

über den Autor

Michael Behringer

Radsport - Radsport mit all seinen Taktiken, Etappenanalysen, Platzierungen und Prognosen sind die große Leidenschaft von Michael. Im Jahr 1996 hat Michael seine erste Tour de France geschaut. Seitdem verfolgt er nahezu jedes Rennen. Seine Passion Radsport begleitet ihn also seit über zwei Jahrzehnten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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