Tour de France #4: Gaviria siegt im Fotofinish vor Sagan und Greipel

Tour de France #4: Gaviria siegt im Fotofinish vor Sagan und Greipel

Radsport: Fernando Gaviria (Quick-Step Floors) hat seinen zweiten Etappensieg eingefahren. Auf der vierten Etappe der Tour de France ließ er in einem spannenden Sprint Weltmeister Peter Sagan (Bora-hansgrohe) und André Greipel (Lotto Soudal) hinter sich. Zuvor wurden die vier Ausreißer erst 800 Meter vor dem Ziel gestellt. Erneut kamen in einem Massensprint zahlreiche Fahrer zu Fall.

Die Tour de France zu Gast bei David Lappartient

Nach dem gestrigen Teamzeitfahren stand bei der Tour de France heute wieder eine Etappe für die Sprinter auf dem Programm. Im Nordwesten des Landes hatte das Peloton 195 Kilometer von La Baule nach Sarzeau zurückzulegen, obwohl Start- und Zielort nur 60 Kilometer voneinander entfernt liegen. Im Süden der Bretagne waren die Profis jedoch zunächst Richtung Osten unterwegs, weg vom zwölf Kilometer langen Badestrand in der Bucht von La Baule. Danach ging es wieder Richtung Westen, bis zum ebenfalls am Atlantik liegenden beschaulichen Städtchen Sarzeau, in dem UCI-Präsident David Lappartient seit 2008 das Amt des Bürgermeisters inne hat. Größere Hindernisse galt es dabei für die Fahrer nicht zu bewältigen. 97,5 Kilometer vor dem Ziel wurde die Sprintwertung ausgetragen, 59,5 Kilometer vor dem Ziel mit der Côte de Saint-Jean-la-Poterie die einzige Bergwertung. Beide Zwischenwertungen sollten an die Ausreißer gehen.

Tour de France Etappe 4 Profil

Cofidis setzt jetzt auch auf Fluchtgruppen

Wie schon auf den beiden Flachetappen zuvor fanden die Ausreißer des Tages schnell zusammen. Das Cofidis-Duo Dimitri Claeys und Anthony Perez folgte einer Attacke von Guillaume Van Keirsbulck (Wanty-Groupe Gobert) ebenso wie Jérôme Cousin (Direct Energie). So stand es im Ausreißer-Quartett 2:2 zwischen Frankreich und Belgien – die heute Abend im Halbfinale der Fußball-Weltmeisterschaft aufeinandertreffen werden. Es war kein Zufall, dass gleich zwei Profis des Teams Cofidis vorn vertreten waren. Ihr Top-Sprinter Christophe Laporte klagt nämlich über Schmerzen an den Rippen, womit die französische Equipe jetzt durch die Alternative Attacke versucht, zu einem Etappensieg zu gelangen. Zunächst sah es nicht schlecht aus, weil der Vorsprung schnell auf über sieben Minuten anwuchs. Dann jedoch reihten sich im Peloton die Sprinterteams ein, um einen weiteren Anstieg zu unterbinden. Bei der Sprintwertung sicherte sich Fernando Gaviria (Quick-Step Floors) Rang fünf vor André Greipel (Lotto Soudal) und Peter Sagan (Bora-hansgrohe).

Massensturz 5 Kilometer vor dem Ziel: Zakarin verliert Zeit

Die Bergwertung auf der Côte de Saint-Jean-la-Poterie sicherte sich Anthony Perez. Teamkollege Dimitri Claeys überquerte den Bonussprint in Limerzel zuerst. Gekämpft wurde um beide Zwischenwertungen allerdings nicht. Dafür kämpfte das Quartett umso mehr um den Etappensieg. Das Team Quick-Step Floors wurde bei der Nachführarbeit im Hauptfeld nicht unterstützt und hatte bei starkem Rückenwind große Probleme, die vier Ausreißer noch einzuholen. Erst auf den letzten zehn Kilometern – als der Vorsprung noch über eine Minute betrug – beteiligten sich z. B. mit Bora-hansgrohe weitere Teams. Ca. fünf Kilometer vor dem Ziel kam es erneut zu einem Massensturz, durch den starke Kletterer einen Zeitverlust hinnehmen mussten. Ilnur Zakarin (Katusha-Alpecin) verlor dadurch 59 Sekunden, Guillaume Martin (Wanty-Groupe Gobert) 1:24 Minuten, Marc Soler (Movistar) 2:44. Besonders hart erwischte es Tiesj Benoot (Lotto Soudal). Der junge Belgier verlor über zehn Minuten und dürfte sich damit aus dem Kampf um das Weiße Trikot verabschiedet haben. Der Franzose Axel Domont (AG2R La Mondiale) musste die Tour de France gar aufgeben.

Fernando Gaviria behauptet sich gegen André Greipel und Peter Sagan

Als nur noch 800 Meter zu fahren waren, holte der Dimension Data-Zug von Mark Cavendish den letzten Ausreißer ein. Das Kommando im Massensprint übernahm jedoch einmal mehr Quick-Step Floors. Am Hinterrad von Maximiliano Richeze konnte Fernando Gaviria bis 250 Meter vor der Ziellinie warten, ehe er aus dem Windschatten herausschoss. Im Kampf gegen André Greipel und Peter Sagan konnte sich der Kolumbianer vorn behaupten. Damit feiert Fernando Gaviria seinen zweiten Etappensieg und rückt Peter Sagan im Kampf um das Grüne Trikot näher.

über den Autor

Michael Behringer

Radsport - Radsport mit all seinen Taktiken, Etappenanalysen, Platzierungen und Prognosen sind die große Leidenschaft von Michael. Im Jahr 1996 hat Michael seine erste Tour de France geschaut. Seitdem verfolgt er nahezu jedes Rennen. Seine Passion Radsport begleitet ihn also seit über zwei Jahrzehnten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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