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Radsport: Tour de France #2: Peter Sagan siegt und erobert Gelb

8. Juli 2018 by Michael Behringer

Sagan Peter Tour de France

Radsport: Peter Sagan (Bora-hansgrohe) hat die zweite Etappe der Tour de France 2018 gewonnen. Der Weltmeister gewann den Sprint einer kleinen Gruppe, nachdem es zuvor zu einem Massensturz kam. Unter anderem war auch der Gesamtführende Fernando Gaviria (Quick-Step Floors) zu Fall gekommen.

Sylvain Chavanel allein unterwegs

Nach der aufregenden Auftaktetappe führte das zweite Teilstück von Mouilleron-Saint-Germain nach La Roche-sur-Yon. Obwohl Start- und Zielort nur 50 Kilometer voneinander entfernt liegen, musste das Peloton in der Vendée 182,5 Kilometer in einem Halbkreis gegen den Uhrzeigersinn zurücklegen. Bevor die von Napoleon im Jahr 1804 gegründete Stadt erreicht wurde, galt es nicht sonderlich viele Hindernisse zu bewältigen. Der einzige Berg war eine Wertung der vierten Kategorie. Am Côte de Pouzauges sicherte sich 28 Kilometer nach dem Start Dion Smith (Wanty-Groupe Gobert) den einzigen Bergpunkt des Tages. Der Neuseeländer bildete zusammen mit dem Franzosen Sylvain Chavanel (Direct Energie) und dem Österreicher Michael Gogl (Trek-Segafredo) ein Ausreißertrio. Diese Rennsituation war jedoch nicht von langer Dauer, denn Smith und Gogl ließen sich kurz darauf zurückfallen, so dass Chavanel als Solist rund 150 Kilometer vor sich hatte. Damit war klar: Der 39-Jährige wird heute bei seiner 18. Tour de France die rote Rückennummer gewinnen.

Sagan Tour de France



Luis Leon Sanchez & Tsagbu Grmay geben verletzt auf

Im Peloton bemühte sich hauptsächlich das Team Quick-Step Floors um die Nachführarbeit, so dass der Vorsprung von Sylvain Chavanel nie fünf Minuten erreichen konnte. Drastisch verringert wurde der Abstand an der Sprintwertung 50,5 Kilometer vor dem Ziel. Hinter Sylvain Chavanel schnappte sich Peter Sagan (Bora-hansgrohe) aus dem Feld heraus die meisten Punkte. Der Weltmeister ließ einen locker sprintenden Fernando Gaviria (Quick-Step Floors) ebenso hinter sich, wie Alexander Kristoff (UAE Team Emirates). Erneut nicht am Punktesammeln beteiligte sich Dylan Groenewegen (LottoNL-Jumbo), der das Grüne Trikot überhaupt nicht beachtet, sondern sich lieber auf die Sprints um den Tagessieg konzentriert. Luis Leon Sanchez (Astana) wollte ich bei der diesjährigen Tour de France eigentlich auf Teamkapitän Jakob Fuglsang konzentrieren, doch nach einem Sturz musste der Spanier die Rundfahrt heute leider aufgeben. Auch Tsagbu Grmay (Trek-Segafredo) kam nicht in La Roche-sur-Yon an.

Peter Sagan gewinnt chaotisches Finale

Rund 12 Kilometer vor dem Ziel wurde Sylvain Chavanel gestellt. Als im Peloton die Vorbereitungen für den Massensprint begannen – vor allem durch die deutsche Mannschaft Bora-hansgrohe –  musste Marcel Kittel (Katusha-Alpecin) einen Defekt beheben. Da nur noch acht Kilometer zu fahren waren, hatte der Deutsche keine Chance mehr, den Anschluss wiederherzustellen. So fand der Massensprint ohne den fünffachen Sieger des Vorjahres statt. Doch er war nicht der einzige, der nicht um den Tagessieg sprinten konnte, denn zwei Kilometer vor dem Ziel kam es weit vorn im Peloton zu einem Massensturz. Unter anderem kam auch der Gesamtführende Fernando Gaviria (Quick-Step Floors) zu Fall. So beteiligten sich nur etwas mehr als zehn Profis am Sprint um den Tagessieg. Dort erwies sich Peter Sagan als der schnellste Mann und gewann vor Sonny Colbrelli (Bahrain-Merida), Arnaud Démare (Groupama-FDJ) und André Greipel (Lotto Soudal). Damit übernimmt Sagan auch das Grüne und das Gelbe Trikot. Zeitverluste müssen die gestürzten Profis auf Grund der Drei-Kilometer-Regel jedoch nicht hinnehmen.

PETER SAGAN 🇸🇰 MAAKT HET WAAR!



Ritwinnaar etappe 2 na chaotische finale met massale valpartij in La Roche-sur-Yon #TDF2018 pic.twitter.com/KQVsIjMo48

— Eurosport Nederland (@Eurosport_NL) 8. Juli 2018



Stichworte:Arnaud DémareNewsPeter SaganSonny Colbrellisylvain chavanelTour de France

Über Michael Behringer

Radsport mit all seinen Taktiken, Etappenanalysen, Platzierungen und Prognosen sind die große Leidenschaft von Michael Behringer. Im Jahr 1996 hat er seine erste Tour de France verfolgt. Seitdem beobachtet er nahezu jedes Rennen. Seine Passion Radsport begleitet ihn also seit über zwei Jahrzehnten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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