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Radsport: Flèche Wallonne: Alaphilippe entthront König Valverde

18. April 2018 by Michael Behringer

Tour de France Alaphilippe

Radsport: Das Team Quick-Step Floors hat nun auch den Flèche Wallonne erobert. Julian Alaphilippe gewann in einem enorm spannenden Rennen vor dem haushohen Favoriten Alejandro Valverde (Movistar). Schon in der vorletzten Runde kam es zu einer Vorentscheidung, als der Altmeister bei einer Tempoverschärfung viele Teamkollegen verlor. Eine riesige Leistung präsentierte uns auch der Deutsche Maximilian Schachmann (Quick-Step Floors), der als letzter verbliebener Ausreißer erst 250 Meter vor dem Ziel gestellt wurde und am Ende auf Rang acht landete. Der Österreicher Patrick Konrad (Bora-hansgrohe) fuhr auf Platz zehn.

Nibali sprengt das Peloton – und isoliert Valverde

Beim prestigeträchtigen Flèche Wallone galt es heute von Seraing nach Huy 198,5 Kilometer zurückzulegen. Acht mutige Ausreißer haben sich direkt nach dem Start auf ihre Flucht begeben: Cesare Benedetti (Bora-hansgrohe), Romain Combaud (Delko-Marseille), Anthony Perez (Cofidis), Anthony Roux (Groupama-FDJ), Romain Hardy (Fortuneo-Samsic), Patrick Müller (Vital Concept), Antoine Warnier (WB Aqua Protect) und Kevin Van Melsen (Wanty-Groupe Gobert). Zwar wurde die Gruppe nicht weit weggelassen, doch als es zur zweiten Überquerung der Mur de Huy kam, sollte es zu einer Vorentscheidung kommen. Das Peloton wurde durch einige Attacken und Tempoverschärfungen stark dezimiert. Unter anderem konnte der zweimalige Zweite Daniel Martin (UAE Team Emirates) dadurch distanziert werden. Spätestens durch eine Attacke von Vincenzo Nibali (Bahrain-Merida) wurde es ernst. Alejandro Valverde (Movistar) geriet unter Zugzwang, da nur noch Teamkollege Mikel Landa an seiner Seite war. Dieser musste nun die Gruppe um Nibali nahezu allein verfolgen.

Alaphilippe schlägt Valverde

In der Schlussrunde gab es keine Geschenke und kein Abwarten mehr. Die Gruppe um Nibali zerfiel im vorletzten Anstieg. Im sehr stark dezimierten Peloton dahinter eilten nun einige weitere Teams Movistar zu Hilfe. Der Vorsprung der Führungsgruppe sank drei Kilometer vor dem Ziel von knapp einer Minute auf nur 20 Sekunden. Dort konnte Maximilian Schachmann (Quick-Step Floors) zusammen mit Jack Haig (Mitchelton-Scott) sogar Vincenzo Nibali (Bahrain-Merida) abhängen. Als es zum letzten Mal 1,3 Kilometer vor dem Ziel in die Mur de Huy hineinging, wurde Nibali gestellt. Nur noch wenige Meter Vorsprung hatten Schachmann und Haig. Diese paar Meter konnten natürlich nicht reichen. Auch wenn sich Schachmann als letzter verbliebener Ausreißer wehrte, war es auch um ihn rund 250 Meter vor dem Zielstrich geschehen. Dann ging Jelle Vanendert (Lotto Soudal) in die Attacke. Julian Alaphilippe (Quick-Step Floors) an seinem Hinterrad zog vorbei. Doch wo war Alejandro Valverde? Der fünfmalige Sieger des Flèche Wallonne ließ eine Lücke aufgehen und konnte diese nicht mehr schließen. Zwar schob er sich noch an Vanendert vorbei, doch es sollte nur zu Rang zwei reichen. Alaphilippe’s Temakollege Maximilian Schachmann rettete sich sensationell auf Rang acht.



Julian Alaphilippe rompe con seis años de dominio español en la #FlecheWallone pero con Valverde 2º será la novena edición consecutiva con podio español pic.twitter.com/QV5EA49AI4

— Laura Meseguer (@Laura_Meseguer) 18. April 2018



Stichworte:Alejandro Valverdefleche wallonneJulian AlaphilippeMaximilian SchachmannNewsVincenzo Nibali

Über Michael Behringer

Radsport mit all seinen Taktiken, Etappenanalysen, Platzierungen und Prognosen sind die große Leidenschaft von Michael Behringer. Im Jahr 1996 hat er seine erste Tour de France verfolgt. Seitdem beobachtet er nahezu jedes Rennen. Seine Passion Radsport begleitet ihn also seit über zwei Jahrzehnten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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