Amstel Gold Race Vorschau: Valverde will das Ardennen-Triple

Amstel Gold Race Vorschau: Valverde will das Ardennen-Triple

Radsport: Am Sonntag beginnt mit dem Amstel Gold Race die Woche der Ardennen-Klassiker. Nachdem am Mittwoch darauf der Flèche Wallonne auf dem Programm steht, absolvieren die Profis nächsten Sonntag Lüttich-Bastogne-Lüttich. Die beiden zuletzt genannten Rennen konnte Alejandro Valverde bereits mehrfach für sich entscheiden – nie jedoch das Amstel Gold Race. Das soll sich im Jahr 2018 endlich ändern. Doch wer sind die größten Konkurrenten für den spanischen Altmeister?

Amstel Gold Race 2018: 35 Anstiege sorgen für ein ständiges Auf und Ab

Der April ist der Monat der Klassiker. Nach der Flandern-Rundfahrt und Paris-Roubaix verlassen die Fahrer nun das Kopfsteinpflaster. Einfacher wird es aber dennoch nicht, denn nun stehen die Ardennen-Klassiker an. Den Anfang macht am Sonntag das prestigeträchtige Amstel Gold Race. Gestartet wird in Maastricht. Nach 263 Kilometern wird in Berg en Terblijt der Sieger gekürt, obwohl die Ortschaften eigentlich nur rund zehn Kilometer voneinander entfernt liegen. Unterwegs gilt es nicht weniger als 35 Anstiege zu überqueren, was zu einem ständigen Auf und Ab führt. Zwar sind darunter keine riesigen Berge zu finden, doch die hohe Anzahl der vielen kleinen Anstiege summiert sich zu einem harten Rennen. Im Fokus stehen dennoch nicht die reinen Bergfahrer, sondern die sogenannten Puncheur. Auf den letzten 20 Kilometern werden der Cauberg und der Geulhemmerberg zum dritten Mal absolviert. Abschließend steht 6,9 Kilometer vor dem Ziel die zweite Überquerung des Bemelerberg an. Zahlreiche Attacken werden erwartet, während die sprintstarken Puncheur versuchen werden, die Lücke anschließend wieder zu schließen. Es wird ein Rennen um jeden Meter geben – und um jede Sekunde.

Amstel Gold Race

Valverde versucht es zum elften Mal

Zehnmal hat Alejandro Valverde ins einer Karriere versucht, das Amstel Gold Race zu gewinnen – nie gelang es ihm. 2013 und 2015 war er mit Rang zwei nah dran, doch es sollte nicht für den Sieg reichen. Nach seinem schweren Sturz bei der Tour de France 2017 hat sich Valverde eindrucksvoll zurückgemeldet. Er scheint trotz seines fortgeschrittenen Alters nicht schwächer zu sein als zuvor – im Gegenteil! Valverde gewann in dieser Saison schon neun Rennen, darunter die Gesamtwertung der Abu Dhabi Tour und der Katalonien-Rundfahrt. Für den am Mittwoch stattfindenden Flèche Walllonne ist er sowieso klarer Favorit. Schließlich gewann er den Wallonischen Pfeil bereits fünfmal. Lüttich-Bastogne-Lüttich viermal. Jetzt soll das Amstel Gold Race folgen, doch die Konkurrenz ist stark.

Sagan & Gilbert die stärksten Kontrahenten

Allen voran ist Philippe Gilbert (Quick-Step Floors) zu nennen. Der Belgier war bei den Kopfsteinpflaster-Klassikern nur einer von vielen ins einem Team, nun ist er beim Amstel Gold Race aber der klare Kapitän. Auch sein Landsmann Tim Wellens (Lotto Soudal) wird längst nicht mehr unterschätzt, muss aber wohl als Solist ankommen, da er nicht zu den stärksten Sprintern zählt. Ganz anders Peter Sagan (Bora-hansgrohe). Der Weltmeister gewann vergangenes Wochenende Paris-Roubaix und zählt beim Amstel Gold Race natürlich auch zu den Favoriten – ob in einem Sprint oder als Solist. Ebenfalls abwarten könnten Greg Van Avermaet (BMC), Michael Matthews (Sunweb) oder Sonny Colbrelli (Bahrain Merida), da sie allesamt in einem Sprint aus einer größeren Gruppe heraus triumphieren könnten. Tiesj Benoot (Lotto Soudal) wird wohl ebenso wie Teamkollege Tim Wellens oder Michal Kwiatkowski (Sky) eine Attacke lancieren. Eine interessante Rolle spielen könnte auch Julian Alaphilippe (Quick-Step Floors), der als Teamkollege von Philippe Gilbert eine zweite Speerspitze bilden könnte.

über den Autor

Michael Behringer

Radsport - Radsport mit all seinen Taktiken, Etappenanalysen, Platzierungen und Prognosen sind die große Leidenschaft von Michael. Im Jahr 1996 hat Michael seine erste Tour de France geschaut. Seitdem verfolgt er nahezu jedes Rennen. Seine Passion Radsport begleitet ihn also seit über zwei Jahrzehnten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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