Test: Crank Brothers Zinc – Gravelbike Laufräder

Test: Crank Brothers Zinc – Gravelbike Laufräder

Test: Crank Brothers Zinc, ein optisch besonderer Laufradsatz für die immer beliebtere Gattung der Gravelbikes. Wie immer wenn eine Fahrradgattung sich steigender Beliebtheit erfreut, machen die Komponentenschmieden Teile dafür. Macht oft Sinn, ist manchmal auch der Versuch die schnelle Münze durch entsprechendes Marketing zu machen, ohne auf die Bedürfnisse der Zielgruppe einzugehen. Wir haben uns die Zinc Wheels ans Rad geschraubt um herauszufinden wie es sich bei diesem Produkt verhält.

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crankbrothers Zinc in Fahrt von Vorne seitlich

Wie sollte ein Laufradsatz für Gravelbikes sein? Stabiler als ein klassischer Rennrad-Satz, das ist klar. Außerdem muss er auf Scheibenbremsen setzen. Und auf Steckachsen. Und bitte auch für Tubeless geeignet sein, in Reifenbreiten zwischen 25 uns 40 Millimetern.

Entsprechen die Crank Brothers Zinc den Anforderungen?

Auf alle Fälle sind sie schon auf den ersten Blick massiv anders. Angeblich aber nicht nur schön, das einzigartige Raddesign verbessert angeblich auch Festigkeit, Steifigkeit und Beschleunigung. Schneller zu beschleunigen sollen die Räder angeblich durch geringere Rotationsträgheit sein. Der unkonventionelle  Aufbau bringt die Masse näher an die Nabe für eine schnellere Beschleunigung und Verzögerung. Tubeless Ready sind die lochlosen Felgen und kein Felgenband ist für ein Tubeless-Setup erforderlich. Die Felgen können durch das Fehlen der Bohrungen stärker, steifer und stabiler sein. Gefertigt werden die Zinc Felgen aus 6061-t6 Aluminium, ein Strangpressprofil wird verschweißt und spanend nachbearbeitet. Im Anschluss wird die Oberfläche perlgestrahlt und anodisiert. Die  Twinpair Speichen Technologie orientiert sich an der stärksten Form in der Konstruktion, dem Dreieck, um weiter die Festigkeit und Steifigkeit zu maximieren. Auch ist das zentrieren der Laufräder einfach, weil sich die Speichen gegenüberliegen. Positiv ist die Verwendung von nur einer einzelnen Speichenlänge. So ist es einfacher Ersatzteile zu bevorraten, da man die speziellen Speichen nicht immer überall bekommen kann. Im Ernstfall sind sie aber dann austauschbar ohne den Reifen zu entfernen.

Das Gewicht geht in Ordnung. Die Herstellerangabe von 1645Gramm, stimmt nicht ganz. Ich habe 1694 Gramm gewogen. Das mag an einer anderen Konfiguration der Endkappen bzw. des Freilaufs liegen. Ich habe auf einen XD Driver umgebaut. Das ging schnell und einfach. Der Freilauf besitzt drei Sperrklinken und 21 Eingriffe.Was uns wunderte: am Vorderrad lässt sich keine 140er Scheibe montieren. Die passt zwar drauf aber der Bremssattel berührt dann die Speichen. Natürlich macht bei einem Gravelbike die 160er Bremsscheibe an der Front mehr Sinn, aber der Eine oder Andere wird eine 140mm Disc nutzen wollen.  Die Zinc passen für Steckachsen mit 15x100m und 12x142mm, diese Konfiguration bin ich gefahren.

Die Mitgelieferten Endkappen ermöglichen die Montage der Zinc bei Schnellspannausfallenden, mit 9x100mm vorne und 10x135mm hinten. Schnellspanner müssen aber separat geordert werden. Die Felgeninnenweite beträgt 21Millimeter, das paast gut zu den angedachten Reifenbreiten und dem Einsatzbereich. Die Speichen sind aus Edelstahl gefertigt. Die Nabenkörper wie auch die Endkappen aus Aluminium. Alle Lager sind gedichtete Industrielager, somit ist der Wartungsaufwand gleich null. Wenn ein Lager verschlissen ist wird es getauscht.

Wie haben sich die Crank Brothers Zinc bewährt?

Es gab keinerlei Probleme mit den Zinc im Testbetrieb. Ich musste ein Mal nachzentrieren. Das ist aber beim Einsatz im Gelände und einem schweren Fahrer absolut nicht zu kritisieren. Die Laufräder fühlen sich deutlich steifer an als die Cobalt Cross Country Räder aus gleichem Hause, die wir in der Vergangenheit gefahren haben. Das könnte an den überarbeiteten Felgen liegen. Die Steifigkeit ist subjektiv empfunden noch immer nicht sehr hoch. Allerdings habe ich auch nie das Gefühl gehabt, steifer wäre besser. Ganz im Gegenteil der Komfort eines ungefederten Rades wird laut meinem „Popometer“ etwas erhöht. Und das sollte ja für Gravler die eine Ausfahrt im Regelfall genießen wollen mehr zählen als die Jagd nach der Bestzeit.

Besonders gefallen hat uns die einfache Tubeless Montage. Es werden gut passende Ventile mitgeliefert. Das Fehlen von Felgenbohrungen macht den Vorgang besonders einfach. Wir haben Specialized und Schwalbe Reifen ausprobiert. in beiden Fällen hat das absolut einfach geklappt. Felgenform, Felgenbreite und auch Felgenbetttiefe sind sehr gut getroffen.Nicht jeder fand die grafische Gestaltung und Farbwahl der Felgendecals optimal. Das ist aber ganz einfach Geschmackssache und da die Zinc Laufräder sowieso etwas polarisieren, wie auch andere CrankBrothers Produkte, ist das genau so gewollt. Wer sie an sein Rad baut will etwas anderes fahren, etwas nicht alltägliches. Auch wenn die Fahrleistungen sich nicht hinter anderen, konventionellen Rädern, verstecken müssen.

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Fazit: Crank Brothers Zinc

Pro

Einzigartige Optik
Sehr gute Tubelesskompatibilität
faires Preis-Leistungs Verhältnis

Contra

Ersatzteilversorgung evtl. schwierig

Fakten

Produktjahr
2017
Preis
725,00 Euro
Web
Im Fahrbetrieb absolut unauffällig. Optisch sehr auffällig. Die Crank Brothers Zinc bieten verlässliche Fahrleistungen und setzen optisch ein Ausrufezeichen!

über den Autor

Christian Ettl ist Zweiradmechanikermeister und Mediengestalter. Er war Chefredakteur der Fahrrad News. Sein Herz schlägt für komplexe technische Sachverhalte rund um das Thema Fahrrad. Am liebsten fährt er Tagestouren auf dem Gravel-Grinder oder genießt gute Abfahrten, gerne auch im Bikepark.

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