Genesis 2018: Only Steel is real? Vom Disc-Renner bis zum Bikepacking MTB

Genesis 2018: Only Steel is real? Vom Disc-Renner bis zum Bikepacking MTB

Produktnews: Only steel is real? Keine Frage, als Rahmenmaterial feiert Stahl derzeit ein kleines Revival. Die Briten von Genesis Bikes setzen seit jeher auf das traditionelle Rahmenmaterial – auch wenn sich inzwischen das eine oder andere Modell aus Alu oder gar Carbon eingeschlichen hat. Eine große Bandbreite an Rädern hat Genesis 2018 wieder im Programm, jedes für sich jedoch fernab des Mainstreams.

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Genesis 2018 – Urban Bikes: Day One und Brixton

Urban ist nicht Urban ist nicht Urban – in kaum einer Fahrradkategorie ist die Bandbreite unterschiedlicher Räder so groß, wie im Urban-Bereich. Im Falle von Genesis ist hier – wie könnte es bei den Briten auch anders sein – Stahl angesagt. Zudem möchte man natürlich eine eher sportliche Klientel ansprechen, ohne dabei jedoch das urbane Ziel aus den Augen zu verlieren.

Genesis Day One

Alltagsrad. Immer wieder stolpert man über diese Bezeichnung, dabei könnten die Ansprüche an eben ein solches Rad kaum individueller sein. Jeder Alltag sieht anders aus, jeder stellt auch deshalb seine ganz eigenen Forderungen an seinen Begleiter auf zwei Rädern. Das Genesis Day One möchte dabei ganz bewusst diejenigen ansprechen, die auf der Suche nach einem sportlichen, aber eben zugleich praktischen und alltagstauglichen Fahrrad sind. Der recht sportliche Stahlrahmen sorgt zusammen mit dem Rennlenker für eine bei Bedarf vortriebsorientierte Sitzposition, die sonstige Ausstattung erhöht den Komfort auf dem Weg ins Büro, zur Uni oder ins Cafe.

In drei Varianten bietet Genesis das Day One 2018 an. Los geht’s mit dem äußerst reduzierten Einstiegsmodell Day One 10. Der 899€ günstige Singlespeeder setzt auf den gleichen Stahlrahmen wie die beiden anderen Ausstattungsvarianten, das Zugeständnis an die Alltagstauglichkeit am stylischen Urban Bike sind die fest montierten und tief nach unten gezogenen Schutzbleche. So bringt das Rad mit mechanischen Scheibenbremsen knapp 11,5kg auf die Waage.

Wer nicht auf eine Schaltung verzichten möchte, findet im Day One 20 das entsprechende Modell, dessen Shimano Nexus 8-Gang Nabe mit einem Lenkerendschalthebel angesteuert wird. Das gilt auch für das Topmodell Genesis Day One LTD, das zusätzliche jedoch auch mit einem Gepäckträger und hochwertiger LED Beleuchtung von Busch + Müller samt Nabendynamo ausgestattet ist. Das Gewicht steigt dennoch nur auf etwas mehr als 13kg, trotz Stahlrahmen. 1.579€ kostet die voll ausgestattete LTD Variante.

 

Genesis Brixton

In eine ähnliche Kerbe schlägt das Genesis Brixton, das wie das Day One auch irgendwo im Spannungsfeld zwischen Alltag, Style und einer Prise Sport angesiedelt ist. Hier geht es jedoch insgesamt doch ein ganzes Stück pragmatischer zur Sache und die Ausrichtung ist nicht gar so sportlich. Die Basis bildet wiederum ein Stahlrahmen, den sich das Brixton mit dem Crosser Croix de Fer teilt. Jedoch gibt’s hier einen klassischen Lenkerbügel mit jeder Menge Backsweep und viel Komfort.

Der Frontgepäckträger fügt sich nicht nur optisch gut ein, sondern passt auch perfekt zur Ausrichtung des Genesis Brixton. Die Altus 9-Gang Kettenschaltung gewinnt genau wie die mechanische Scheibenbremse von Shimano gewiss keinen Poser-Wettbewerb vor der Eisdiele, erfüllt aber ihren Zweck, ohne dabei preislich allzu sehr ins Gewicht zu fallen. Die lang nach unten gezogenen Schutzbleche sorgen auch bei Mistwetter für guten Nässeschutz. Für 999€ ist das Genesis Brixton bereits in diesen Tagen im Handel erhältlich.

Genesis 2018 – Tour und Trekking: Tour de Fer und Flyer

Na gut, vielleicht haben wir uns in Bezug auf die Urban Bikes etwas zu weit aus dem Fenster gelehnt. Auch im Trekkingbereich recht die Bandbreite unterschiedlicher Räder vom komfortablen Commuter, über Reiseräder bis hin zu sportlichen Tourern.

Genesis Tour de Fer

Bei Genesis selbst sagt man über das Tour de Fer: „Ein Rad für den Fall, dass man seinen Job hinschmeißt und auf Weltreise geht.“ Eine selbstbewusste Ansage, der das Rad jedoch gerecht zu werden scheint. Robuster Stahlrahmen, Front- und Heckgepäckträger, robuste, aber funktionelle Komponenten, Nabendynamo und eine hochwertige Beleuchtung von Busch + Müller. Besonders interessant ist das Mittelklassemodell Tour de Fer 20: Vollständige Deore Ausstattung mit 10-fach Kettenschaltung, mechanische Scheibenbremsen, Flatbar und der angesprochene Stahlrahmen aus Reynolds 725 für 1.749€.

Einen minimal anderen Weg schlägt das Einstiegsmodell Tour de Fer 10 ein: Dieses kommt ohne Frontgepäckträger und Beleuchtung, dafür aber natürlich mit einem insgesamt wesentlich geringeren Gewicht von lediglich etwas über 14kg.

Genesis 2018  – Rennrad und Gravel: Equilibirum Disc, Fugio und Flyer

Genesis Equilibrium Disc

Das sportliche Equilibrium Disc ist einer der wenigen Stahlrenner auf dem Markt mit Scheibenbremsen und einer insgesamt durchaus sportlichen Ausrichtung. Der Reynolds 725 Rahmen wird mit einer Carbongabel kombiniert und kommt so auf ein Gewicht von ca. 3,2kg – das ist natürlich nicht vergleichbar mit dem eines modernen Kohlefaser-Rahmens, doch das möchte man auch nicht. Komfort, Gefühl, Haltbarkeit, Nachhaltigkeit – all das spricht durchaus dafür, dass ein Stahlrahmen eben auch im Jahr 2018 noch nicht zum alten Eisen gehört.

Das Topmodell Genesis Equilibrium Disc 20 kommt mit einer wirklich gelungenen Lackierung, komplettem 105er Antrieb von Shimano inklusive hydraulischer Scheibenbremsen und Anbauteilen aus eigenem Hause. So erhält man ein durchaus noch attraktives Gewicht von unter 10,3kg und ein robustes Setup, das jedoch auch bei sportivem Einsatz eine gute Figur macht. Dank entsprechender Ösen lassen sich im übrigen auch problemlos feste Schutzbleche montieren und man erhält ein stylisches und langlebiges Trainingsrad für die dunkle Jahreszeit, fernab des Mainstreams. Mit 2.399€ ist es jedoch preislich durchaus in der gehobenen Mittelklasse angesiedelt.

Etwas günstiger wird es mit dem Equilibrium Disc 10: Für 1.799€ gibt’s hier den gleichen hochwertigen Stahlrahmen, jedoch mit Tiagra Antrieb und mechanischen Spyre Scheibenbremsen von TRP. 10,6kg bringt der Einstiegs-Stahlrenner damit auf die Waage.

Genesis Fugio

Fugio – das ist lateinisch für „Ich fliehe“ und führt bezüglich des Genesis Fugio bereits auf die richtige Fährte. Alltagsflucht, so könnte der nagelneue Plusrenner der Briten nämlich auch heißen ob seines breiten Einsatzbereichs von Training über Gravel bis zur sportlichen Tour ist hier nämlich wirklich fast alles drin. Wie bei fast allen Genesis Bikes kommen auch hier Reynolds 725 Stahlrohre für den Rahmen zum Einsatz, die Gabel ist aus Carbon. Die 50mm breiten 27,5″ Reifen sollen für den entsprechenden Vortrieb, für Grip und Komfort abseits befestigter Wege sorgen.

Die sonstige Ausstattung der einzigen Modellvariante, die es ab Frühjahr im Handel geben wird, ist solide: 105er Gruppe von Shimano, hydraulische Scheibenbremsen und hauseigene Anbauteile beim Cockpit und dem Sitzbereich. So kommt das Genesis Fugio auf 11,32kg und wird zu einem Preis von 2.399€ erhältlich sein.

Genesis Flyer

Stadtrad? Trainingsrad? Style-Statment? Alle drei Begriffe würden wahrscheinlich, je nach Fahrertyp, auf das Genesis Flyer passen. Eine Gangschaltung gibt es nicht, der Stahlrahmen besitzt nach vorn geöffnete, horizontale Ausfallenden und eine nicht zu extreme Übersetzung von 42/17. Dank der optisch unauffälligen Schutzbleche ist das Flyer auch durchaus alltagstauglich. Dank der reduzierten Ausstattung ist der Spielraum für Defekte klein und der Wartungsaufwand gering. Von der cleanen Optik ganz zu schweigen. Kosten soll das Genesis Flyer 899€.

Genesis 2018 – Mountainbikes und Bikepacking: Tarn 20 und Longitude

Genesis Tarn

Das Genesis Tarn ist fester Bestandteil im Portfolio der Briten seit 2015. Das Mountainbike hebt sich jedoch nicht nur optisch von der großen Masse der derzeit erhältlichen Hardtails auf dem Markt ab. Da wäre natürlich wieder einmal das Rahmenmaterial: Auch hier gibt’s kein Carbon, kein Aluminium, sondern schlanke Stahlrohre, die dem Rahmen des Tarn eine ganz eigene Optik verpassen. Das treibt das Gewicht natürlich etwas in die Höhe, doch das dürfte für die meisten Tarn-Interessierten zweitrangig sein; das Bike wurde nämlich nicht konstruiert, um KOMs zu erobern, sondern um es auf dem Trail richtig krachen zu lassen.

Im Hinterbau finden entweder klassische 29″ Laufräder oder breite Plusreifen Platz, die Gabel der beiden erhältlichen Kompletträder stellt 120mm Federweg zu Verfügung. Die Geometrie passt zum Konzept: Ein langer Reach, flacher Lenkwinkel und ein niedriges Sitzrohr. Auch bei der Ausstattung wird die Ausrichtung des Genesis Tarn klar: Das Topmodell Tarn 20 kommt mit SLX 1×11 Antrieb, Rock Shox Pike RC Federgabel, Variostütze und Plusbereifung. Dafür werden 2.699€ fällig. Wer es ein wenig touriger angehen möchte, sollte sich das Tarn 29 anschauen: 29″ Laufräder und eine Rock Shox Reba mit 120mm Federweg drücken das Gewicht etwas nach unten, auf eine Variostütze muss man jedoch verzichten. Für Freunde edler und extravaganter Räder gibt es das Tarn Rahmenset auch aus Titan.

Genesis Longitude

Bikepacking ist schon lange keine Nischenerscheinung mehr und dies ist auch der Verdienst von Rädern wie dem Genesis Longitude. Mit Stahlrahmen und Starrgabel, robustem 2×10 Deore Antrieb und voluminösen 2,8″ Reifen ist es wartungsarm, komfortabel, für lange Strecken, grobe Wege und scheinbar endlose Tage im Sattel sehr gut gewappnet. Als Bonus gibt es sogar noch zwei Gorilla Cages an der Gabel, die jeweils mit bis zu 1,5kg beladen werden dürfen. Dank zahlreicher Ösen am Rahmen lassen sich jedoch auch hier noch zusätzliche Gepäckträger für ausgedehnte Touren montieren. Mit 1.399€ ist das Longitude außerdem auch preislich äußerst attraktiv.

Web

www.genesisbikes.co.uk
www.traffic-distribution.com

über den Autor

Michael Faiß

Michael Faiß hat in München Englisch und Geschichte studiert. Nach einem einjährigen Aufenthalt in England arbeitete er als Übersetzer unter anderem für das Magazin Procycling und das Degen Mediahouse. Außerdem ist er seit der Kindheit passionierter Radfahrer und –schrauber und fühlt sich vor allem abseits der asphaltierten Wege zuhause.

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