Team Lübbering: Ötztaler Radmarathon 2017 – Überwältigende Atmosphäre und ein knapp verpasstes Ziel

Team Lübbering: Ötztaler Radmarathon 2017 – Überwältigende Atmosphäre und ein knapp verpasstes Ziel

Der Ötztaler Radmarathon 2017 – ein Rennbericht von Tanja Dittrich / Team Lübbering

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Dieses Jahr machten am Freitag mit dem Pro Ötztaler 5500 bereits die Profis den Auftakt. Ich hatte mich oben am Kühtai positioniert und eigentlich mit einem geschlossenen Feld und vielleicht einer Ausreißer-Gruppe gerechnet. Doch das Feld war total zersplittert! Man blickte in schmerzverzerrte Gesichter. Schön zu sehen, dass es den Profis nicht anders geht. Michael war an dem letzten von 4 Pässen, dem Timmelsjoch, an der Strecke. Letztendlich sind nur knapp ein Drittel der Fahrer ins Ziel gekommen. Während die Profis „rechtzeitig“ aussteigen, quälen sich die Jedermänner durch, egal wie lange…

Nach diesem Vorgeschmack standen Michael und ich am Sonntag pünktlich um 05:30 Uhr in der Startaufstellung in Sölden. Jetzt hieß es allerdings warten und sich warmhalten, denn der Start sollte erst um 6:45 Uhr erfolgen…

Die Zeit ging jedoch schneller vorbei als erwartet, und so ging es dann endlich los. Die Abfahrt von Sölden bis Ötz haben wir beide unfallfrei überstanden, hier ist das Feld immer sehr unruhig. Nach der Abzweigung zum Kühtai geht jeder seine eigene Pace, und das Feld entzerrt sich. Michael hatte sich vorgenommen, nach Puls und nicht deutlich über 160 bpm zu fahren. Dieser Plan ging auf. Aufgrund der guten Wetterbedingungen konnten wir es in der Abfahrt vom Kühtaigut laufen lassen, sodass der Garmin kurz dreistellig anzeigte. Den Brenner wollte ich locker angehen, obwohl das Gruppenfahren hier zu einem höheren Tempo animiert. Auch Michael erwischte eine zügige 15-Mann Gruppe, in der er jedoch nicht überziehen musste. Am Brenner legte Michael die erste Verpflegungspause ein, wohlwissend, dass die echten Herausforderungen mit Jaufenpass und Timmelsjoch erst noch vor ihm lagen. Ich habe mich bereits am Kühtai verpflegt und rauschte so an der Verpflegungsstation weiter.

Der Jaufenpass liegt mir, hier konnte ich meine beste Bergzeit fahren. Vor allem geht es dort immer wieder durch angenehme Schattenpassagen.
Bei Michael gestaltete sich der Beginn des Jaufenpasses etwas zäh, aber nach einem SqueezyEnergy Gel sowie der Aussicht auf die nächste Labestation oben am Jaufenpass lief es dann wieder runder.

Drei von vier Pässen waren geschafft! Jetzt galt es noch das 29 km lange Timmelsjoch zu bezwingen.

Im Training denkt man, ist doch gar nicht so schlimm und vor allem landschaftlich megaschön! Beim Ötzi sieht das anders aus, die Beine haben schon ordentlich Höhenmeter gemacht, und auch in diesem Jahr war es zu dieser Zeit schon gut warm. Sodass man die Verpflegungsstationen auf jeden Fall mitnehmen sollte, um genügend Wasser zu haben, oder wie Michael auf das österreichische Nationalgetränk, welches angeblich Flügel verleiht, als letzten Energiespender zu setzen. Wir fanden beide unseren Tritt und kurbelten Kehre um Kehre.

Nochmals 11 steile Kilometer, durch hochalpines Gelände standen uns noch bevor. Wir überholten die ersten schiebenden (!) Teilnehmer. Nun wurde es ein echter Kampf, aber schieben würden wir hier sicher nicht. Endlich kam der Tunnel in Sicht. Noch drei Serpentinen, dann sollte es mehr oder weniger flach zur Passhöhe weitergehen. Nun würde nur noch die Abfahrt nach Sölden folgen. Nur noch die Abfahrt? Da war doch noch dieser Gegenanstieg zur Mautstation; aber auch dieser ging trotz leichter Krampfansätzen schnell vorbei, und dann ging es wirklich nur noch bergab ins Ziel nach Sölden. Die Begeisterung der Zuschauer und die Stimmung im Ziel waren überwältigend. Das Wetter hatte den ganzen Tag optimal mitgespielt, und so konnte Michael seinen ersten Ötzi nach 9:19:44 als insgesamt 936. (518er AK) sehr zufrieden und sehr erschöpft beenden. Was meine Zielzeit angeht: Knapp daneben ist auch vorbei! Ziel war unter 10 Stunden, die Realität waren 10:02 Stunden (und damit Platz 69 und 27. in der AK). Das soll nun keine Ausrede sein, allerdings hat mich die RAA Challenge wohl doch das eine oder andere Körnchen gekostet, das hatte ich bei der Rennplanung wohl ein wenig unterschätzt. Ich hatte damit zu kämpfen, meine Rückenschmerzen durch Massage und Tapen noch rechtzeitig wieder in den Griff zu bekommen. Fazit: Da muss ich wohl nächstes Jahr nochmal ran!!

über den Autor

Don’t hide. Be neon. Im Peloton gewinnt nicht, wer sich versteckt. Stärke zeigen, mannschaftlich geschlossen, den Wind aushalten und den Gegner kontrollieren. Ausreißen, einfangen, Hase und Igel auf zwei Rädern. Die Straße ist unsere Spielwiese und neon ist unsere Einstellung. #ridewithus

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