Test: BH G7 Pro – Leichter Aerorenner im Direct Energie Design
Foto von Michael Faiß

Test: BH G7 Pro – Leichter Aerorenner im Direct Energie Design

Test: Mit der Vorstellung seines neuen BH G7 Pro hat der spanische Radhersteller BH in der heutigen Zeit einen etwas ungewöhnlichen Schritt gemacht, denn es gibt in 2017 bereits eine Disc Version des G7. Nun kommt für 2018 mit dem neuen G7 Pro eine Variante mit Felgenbremsen des Aerorads. Dieses konnte man bereits bei der diesjährigen Tour de France bei Thomas Voeckler und seinen Kollegen vom Team Direct Energie sehen. Wir hatten den Renner für euch im Test.

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BH G7 Pro

BH G7 Pro – Der Rahmen

Auf den ersten Blick sieht der Rahmen des BH G7 Pro genauso aus, wie der der Disc-Version, allerdings wurden am Rahmen kleine aerodynamische Verbesserungen vorgenommen. In Folge dessen wurde die Angriffsfläche minimiert und die Front des Rades etwas tiefer gesetzt, um so weniger Luftwiderstand zu haben. Auch das Gewicht kann sich mit 840 Gramm in Größe M sehen lassen und ist besonders für eine Aerorahmen fast unschlagbar. Trotz der Felgenbremsen wurde der Rahmen des BH G7 Pro so entworfen, dass dem Trend zu breiteren und komfortableren Reifen nichts im Weg steht und erlaubt deshalb viel Reifenfreiheit bis zu 28 mm. Eine weitere Besonderheit bietet BH, da alle Rahmengrößen individuell optimiert wurden, um so in jeder Größe beste Aerodynamik gewährleisten zu können und auch die Gabel des BH G7 Pro wurde mit Hilfe des Windkanals optimiert. Was auf den ersten Blick auch direkt auffällt ist die Slooping Geometrie des Rahmens.

BH G7 Pro – Ausstattung

Unser Testrad kam mit einer Shimano Ultegra Di2 und hochwertigen Komponenten, die das BH G7 Pro zu einem tollen gesamt Paket machen. Wer bereits einmal eine Di2 gefahren ist, weiß wie leicht und schnell die Schaltvorgänge getätigt werden. Ein echtes Schmankerl waren die neuen Shimano Dura-Ace Felgenbremsen, leider haben wir bisher keinen wirklichen Vergleich zu den etwas günstigeren 2018er Ultegra Bremsen aber im Vergleich zu den älteren Dura-Ace Modellen muss man sagen, dass die Bremsleistung und das Handling deutlich besser ist. Gerade die Dosierung und der doch schnell herbeizuführende Druckpunkt können absolut überzeugen.

Die Sattelstütze am G7 Pro bietet eine weitere Überraschung, denn mit zwei Befestigungsschrauben an der Rückseite, wirkt diese beinahe wie eine komplett integrierte Stütze und kann damit zusätzlich die Aerodynamik verbessern.

BH G7 Pro

Die hauseigenen BH EVO 50 Laufräder passen gut ins Gesamtbild des Aerorenners und laufen ruhig. Die FSA KForce 386 Kurbel sieht sehr schick aus, war jedoch nur in der Kompaktvariante an unserem Testrad verbaut. Gerade bei einem Aerorenner will man jeodoch so richtig drauftreten und es mal ordentlich rollen lassen, daher wäre vielleicht ein größeres Kettenblatt für die schnellen Passagen geeigneter. Berghoch kann man aber durch die etwas einfachere Abstufung jede Steigung ohne größere Probleme in Angriff nehmen. Im Baukastenprogramm gibt es die Möglichkeit auch die Kurbel anzupassen. Bei den hochwertigen Standardmodellen verwendet BH auch schon eine 52/36er Kurbel. Der Prologo Sattel bietet guten Sitzkomfort, dürfte aber nicht Jedermann/Frau passen und sollte daher individuell getestet werden. Eine überarbeitete interne Führung mechanischer oder elektronischer Kabel soll gleichzeitig die Wartung und den Austausch erleichtern für mehr Schutz sorgen. Kleine Abzüge gibt es für den Lenker, der zwar von hochwertiger Qualität ist, jedoch für unseren Geschmack nicht so recht zu einem Aerorennrad passt, da er einfach etwas zu breit und rund ist. Aber auch den kann man im Baukastensystem anpassen. Somit also nur ein subjektiver Kritikpunkt, man sollte nur darauf achten das passende zu wählen, dann wird jeder Fahrer glücklich.

BH G7 Pro – Auf der Straße

Schon auf den ersten Metern macht sich die geslopte Geometrie des BH G7 Pro bemerkbar. Das hohe Steuerrohr sorgt für ein gewisses Plus an Komfort, während der kompakte Hinterbau das Handling und die Kraftübertragung ansprechend beeinflusst. Das Sitzrohr zielt auf einen etwas tieferen Schwerpunkt als üblich ab und bietet gemeinsam mit den recht kurzen Kettenstreben eine hohe Beschleunigung. Dies macht sich in Verbindung mit dem leichten Gewicht besonders um Kurven oder knackigen Steigungen bemerkbar. Kommt man dann in die Abfahrt oder auf eine längere Gerade kann man mit dem BH G7 Pro so richtig Meter gut machen, denn es rollt schon fast wie von alleine, wenn man es mal in Schwung hat. Hier hätten wir uns wie schon angesprochen noch den ein oder anderen Zahn mehr am Kettenblatt gewünscht, um auch bei der Jagd auf Höchstgeschwindigkeiten ganz vorne dabei zu sein. Außerdem verfügt der Rahmen über eine tolle Steifigkeit, was nicht nur beim Beschleunigen Spaß macht, sondern auch in den Abfahrten und kurvenreichen Strecken viel Sicherheit gibt. Die überragenden Bremsen ergänzen den Eindruck bestens und man kann dadurch auch mal alles herauskitzeln.

BH G7 Pro

 

 

 

Das BH G7 Pro wird es in 5 Rahmengrößen und 3 Ausstattungsvarianten geben: mit Shimano Ultegra für 3699,90 Euro, Shimano Ultegra Di2 für 5499,90 und mit Shimano Dura Ace Di2 für 8499,90 Euro.

Fazit: BH G7 Pro

Pro

Tolle Aerodynamik
Geringes Gewicht
Hohe Steifigkeit
Gute Ausstattung

Contra

Kompakt Kurbel und Lenker würden wir ändern

Fakten

Rahmenmaterial
Carbon
Bremse
Felgenbremse
Gewicht
7,4
Preis
5499€
Web
EnduranceRace
 
Das BH G7 Pro ist ein echter Aerorenner auf höchstem Niveau, der keine Kompromisse zulässt. Durch sein geringes Gewicht, tolle Aerodynamik und hohe Steifigkeit kann er auf jedem Terrain seine Stärken ausspielen. Die guten Bremsen und der Rahmen geben dem Fahrer zusätzliche Sicherheit.

über den Autor

Florian Nowak

Florian Nowak ist Radprofi auf EuropeTour Ebene und war schon bei vielen internationalen Rennen am Start. Bei der deutschen Meisterschaft 2017 war er bester nicht WorldTour Profi auf Platz 7 und konnte sich somit für die Tour de L'Avenir und die Weltmeisterschaften empfehlen. Er fühlt sich aber nicht nur auf dem Rennrad wohl, immer wieder zieht es ihn auch ins Gelände. Neben dem Sport arbeitet er an seinem zweiten Standbein und hat sein BWL Studium an der LMU München abgeschlossen.

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