Rennbericht MTB Marathon im Rahmen des Bikefestivals Willingen

Rennbericht MTB Marathon im Rahmen des Bikefestivals Willingen

Der Rocky Mountain BIKE Marathon im Rahmen des Ziener BIKE Festival Willingen ist ein sportliches Highlight der europäischen Marathon Szene. Das Rennen mit Start und Ziel in Willingen führt 1.800 Teilnehmer aus über 30 Nationen über schöne und attraktive Trails durch das Willingen Upland.

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Sowohl für Einsteiger als auch für Fortgeschrittene und Profis bieten drei Distanzen (55km/95km/130km) den Fahrern schöne und attraktive Trails – für die Jugendlichen unter 17 Jahren gibt es eine 37 km lange U17 Runde.

Freitagmittag: 23°C / Strahlende Sonne und früher Feierabend – Dank Frühschicht. Das erste wichtige Rennen der Saison steht an. Die Hälfte ist schon gepackt, die andere dauert auch nicht lang. Ein bisschen Stress vorm Rennen brauche ich irgendwie, wobei die Routine längst überwiegt. Ein Blick aufs Handy verrät, in Willingen sieht es anders aus als in Salzgitter. Es regnet in Strömen und zwar schon den ganzen Tag lang. Keine guten Vorzeichen, da Papa und ich uns entschieden haben im VW Bus zu schlafen. Normalerweise eine coole und günstige Variante, diesmal aber nicht die beste Idee. Doch zu spät, jetzt helfen nur noch Regenjacken und Schirme.

Die Zeit auf der Fahrt nach Willingen vertreibe ich mir mit Compex Regenerationsmassagen für alle Muskelpartien meiner Beine. Ab Kassel setzte der Regen ein. So stark, dass eine Anreise mit dem Bot mindestens genauso zielführend gewesen wäre.

Den Abend über flüchten wir mit Freunden in eine Gaststätte. Speicher füllen, der Enge des Busses entkommen, warm und trocken bleiben. Ein guter und zugleich erfolgreicher Plan, denn als wir beschlossen ins Bett zu gehen hat der Regen aufgehört.

Samstag: Die Nacht war kurz. Um 5:15 Uhr Klingelt der Wecker. Zeit fürs Frühstück. Meine Wahl fällt vor Rennen meist auf Milchreis. Gut vorzubereiten und für mich auch unter hohen Belastungen relativ bekömmlich.

Die Startnummer 28 ziert mein Bike, was gleichzeitig bedeutet, dass ich aus Startblock A starten werde. Es folgt der Fehler des Tages. 1,4 bar Druck auf den Reifen ist knapp kalkuliert, dazu später mehr.

Die Hauptschwierigkeit beim Rocky Mountain Bike Marathon in Willingen, ist neben der langen Strecke, dem ständigen auf und ab vor allem der Startberg. Ohne warmfahren geht es direkt in den Anstieg. Fährt man zu schnell, legt man sich schon gleich am Anfang die Karten. Fährt man zu langsam, wird der Rückstand auf die Vorderen nicht mehr aufzuholen sein. Ich entscheide mich für zügig, aber nicht am Limit. Nach 11:10 Minuten bei durchschnittlich 393W befinde ich mich auf dem Hohen Eimberg in einer guten Gruppe mit Florian Gaul und einigen Rapiro Racing Fahrern. Auf dem folgenden Trail wird das Ausmaß der Regenfälle vom Vortag sichtbar. Keine 100 Meter Trail und alle sind voller Matsch.

Nach der Rundendurchfahrt bei Kilometer 55 zieht Marvin Augustinyak (Rapiro Racing) am Anstieg zum Ettelsberg das Tempo an. Es dauert nicht lange und unsere Gruppe zerreißt. Zusammen schlagen wir ein ordentliches Tempo an. Mein Plan auf Runde 2 und 3 meine Stärken über die Distanz auszuspielen schein aufzugehen.

Auf einem Trailstück bei Kilometer 62 passiert dann das Unglück. Beim überfahren eines Steinfelds drückt sich mein Hinterreifen von der Felge. Trotz CO2 Kartusche schaffe ich es nicht den Reifen wieder auf die Felge zu bringen. Deprimiert laufe ich den Trail hinab. Unten wartet meine Rettung. Die Betreuerin von Florian Gaul und Tobias Schmidtmann (beide EGF Bunsruth) hat eine große Standpumpe im Auto. Mit ihr ist der Reifen in null komma nix wieder auf der Felge. Es kann weiter gehen, jedoch hat mich der Defekt viel Zeit gekostet. Mir wird auch klar, dass ich für den Rest des Tages niemanden mehr finden werde, mit dem ich zusammenarbeiten kann. Der Rückstand auf meine Gruppe ist inzwischen viel zu groß.

Als es den Langenberg hoch geht, ist auch langsam meine Motivationskrise vorüber. Von nun an wird wieder Rennen gefahren denke ich mir und beschließe auch trotz der verlorenen Zeit die 130 km Distanz zu beenden und nicht nach 95km ins Ziel abzubiegen.

Im Schlussanstieg konnte ich noch an zwei weiteren Langstrecklern vorbeiziehen, so dass ich nach 6:10:03 h als gesamt 11er ins Ziel fahren konnte.

In der Nachbetrachtung ist der Platten zwar ärgerlich und das Ergebnis nicht das was ich mir erhofft habe. Ein Grund mehr neben der coolen Strecke im nächsten Jahr wieder zu kommen. Letztendlich kann ich aber unter diesen matschigen Bedingungen mit meinem Rennen ganz zufrieden sein. Auch meine Leistungsdaten zeigen in die richtige Richtung so dass die nächsten Herausforderungen kommen können!

Wer Lust auf ein wenig Auswertung hat, der kann hier meine Strava Aktivität ansehen:

https://www.strava.com/activities/996758534

Nach einer ordentlichen Dusche habe ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, noch eine Runde über die Messe zu gehen. Besonders habe ich mich gefreut, dass mein Sponsor ACS Vertrieb mit seinen Marken Rotor Bike Components und Squeezy Sports Nutrition groß vertreten war!

Bis zum nächsten Mal Ziener Bikefestival Willingen!

über den Autor

Lennard Heidenreich gewann 2015 einen von Velomotion und CENTURION ausgeschriebenen Startplatz bei der Zillertal Bike Challenge, deren U23-Wertung er prompt gewann. 2017 holte er den U23-Sieg bei der Bike-Transalp.

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