Test: 9point8 Fall Line Inline Variostütze

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Die Macher von 9point8 reklamieren für sich, aus Leidenschaft zum Teile-Produzenten geworden zu sein. Sieht man sich die Fall Line Inline näher an, so glaubt man ihnen das. Edel ist sie. Das könnte auch daran liegen, dass sie viele Teile selbst fertigen.

9point8 Fall Line: Technische Daten

Durchmesser: 30,9 / 31,6mm
Hub: 75 / 100 /125 / 150 / 175 / 200mm
Ansteuerung: Intern
Remote: Zug
Innenleben: Hydraulik

Preis: 499,95€

9point8 Fall Line: Abmessungen Teststütze

Effektiver Hub: 148mm
Minimale Einstecktiefe: 127mm
Maximal nutzbare Länge: 324mm
Sitzhöhe eingefahren: 61mm
Gewicht: 609g (160cm Leitung)

  1. Wie haben wir gemessen?

9point8 Fall Line: Montage

Beim Einbau funktioniert nicht alles so intuitiv wie bei anderen Stützen, es lohnt ein Blick in die Anleitung oder in das gute Video. Die Umsetzung ist dann absolut keine Schwierigkeit mehr. Betätigt wird mit Schaltzug und Hülle. Die Hülle wird an der Stütze unten angeschraubt, was eine gute Sache ist, weil hier nicht passieren kann, dass beim Verschieben der Stütze im Rahmen Hülle oder das geklemmte Seil ausgehängt werden. Der Hebel erlaubt verschiedene Einstellungen, die alle nur teilweise überzeugen.

9point8 Fall Line: Verarbeitung

Hier kann die 9point8 Fall Line Inline auftrumpfen. Plastik muss man suchen, alles ist edel Gefräst und eloxiert. Uns gefallen die in einem zerspanenden Verfahren erzeugten Oberflächen der Einzelteile. Da kann auch ein hochwertiges Schmiedeteil nicht mithalten, es sieht einfach nicht so präzise und genau aus. Dieser optische Eindruck setzt sich bei der Montage fort, auch die Hände gewinnen die selbe Erkenntnis. Das darf man aber auch erwarten, schließlich kauft mancher für den Preis dieses Bauteils ein ganzes Fahrrad.

9point8 Fall Line: Funktion

Kann die Funktion mit der exzellenten Verarbeitung Schritt halten? Um es vorweg zu nehmen: Nicht ganz. Die von 9point8 selbst entwickelte Kartusche setzt auf die sogenannte DropLoc Technologie – die Luftfeder wird mit einem mechanischen Lockout kombiniert und soll so nicht nur deutlich robuster sein als die Konkurrenz, sondern hat auch den Vorteil, dass die Stütze ihre aktuelle Position beibehält, sollte der Zug einmal reißen. Dieses Lock-System kann bei Problemen bequem durch ein 10-sekündiges Betätigen der Remote resetet werden.

Die Luftfeder im Inneren der 9point8 Fall Line arbeitet mit einem vergleichsweise niedrigen Druck von ca. 35 PSI. Umso überraschter waren wir über die extrem schnelle Ausfahrgeschwindigkeit – für unseren Geschmack sogar zu schnell. Dem Problem kann man zwar mit einem niedrigeren Druck Herr werden, doch dann kann es laut Bedienungsanleitung bei niedrigen Temperaturen zu Funktionsstörungen kommen. Die Bedienkräfte der Remote sind angenehm, das Feedback spürbar – leider enttäuscht die auf den ersten Blick sehr durchdachte Remote bei der Ergonomie. Die Idee dahinter ist gut: Durch das Lösen der Befestigungsschraube lässt sie sich nämlich sowohl horizontal wie vertikal montieren, also klassisch neben dem Griff oder als Trigger Ersatz. Dass das in der Praxis nicht optimal funktioniert, liegt insbesondere daran, dass der Hebel sehr weit vom Lenker entfernt ist und ein Umgreifen während der Fahrt zwingend erforderlich macht – egal wie die Remote letztendlich montiert ist. Abhilfe schafft eine spezielle 1-by Schelle von 9point8 oder die seit kurzem erhältliche Digit Remote.

Fazit: 9point8 Fall Line

Pro

Konkurrenzlose Verarbeitung
'Reset' per Remote
Sehr leicht

Contra

Hebel nicht optimal platzierbar
Zu schnelles Ausfahren

Fakten

Produktjahr
2017
Preis
499,50€
Web

Gesamtwertung

80%

Preis-/Leistung

72%
Die 9point8 Fall Line ist so etwas wie der Rolls Royce der Variostützen. Zu einem Preis von knapp 500€ bekommt man vom kanadischen Hersteller jedoch eine Verarbeitung, die ihresgleichen sucht, Titanschrauben und ein sehr geringes Gewicht. Die Funktion weiß ebenfalls zu überzeugen, auch wenn die Ausfahrgeschwindigkeit etwas zu schnell ist. Die Remote ist gut gemeint, krankt aber an Ergonomieproblemen.

über den Autor

Michael Faiß

Michael Faiß hat in München Englisch und Geschichte studiert. Nach einem einjährigen Aufenthalt in England arbeitete er als Übersetzer unter anderem für das Magazin Procycling und das Degen Mediahouse. Außerdem ist er seit der Kindheit passionierter Radfahrer und –schrauber und fühlt sich vor allem abseits der asphaltierten Wege zuhause.

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