Test: POC Resistance PRO XC: Trikot, Shorts und Handschuhe auf dem Trail
Foto von Michael Faiß

Test: POC Resistance PRO XC: Trikot, Shorts und Handschuhe auf dem Trail

Test: Mit der neuen POC Resistance PRO XC Kollektion schloss der schwedische Bekleidungs- und Zubehörhersteller für diese Saison die letzte Lücke im ohnehin großen Portfolio. Hochwertige und stylische Bekleidung für Crosscountry-Racer hieß die Devise. Wir konnten ein Bekleidungsset unter die Lupe nehmen und waren von Funktion, Optik und Anmutung sehr angetan.

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POC Resistance PRO XC Zip Jersey

POC Resistance Pro XC

Für die Crosscountry Racer hat POC in der neuen Resistance Kollektion gleich drei Jerseys zur Auswahl: Neben dem von uns getesteten, langärmligen PRO XC Zip Jersey gibt es auch zwei Kurzarm-Varianten – ein mal mit, ein mal ohne Reißverschluss. Von der Ärmellänge und dem Reißverschluss abgesehen teilen sich die drei Trikots jedoch dasselbe „Grundgerüst“, auf das die Schweden sehr stolz sind. Viel Sorgfalt ließ man bei der Auswahl der verwendeten Materialien walten. So sind die Ärmel des PRO XC Zip Jerseys beispielsweise zweigeteilt: Auf der Oberseite setzt man auf das bewährte und hochwertige Cordura Gewebe, das extrem leicht, atmungsaktiv und stretchig ist. Dem Einsatzbereich angemessen kommt dann auf der Unterseite festeres Material zum Einsatz, das nicht nur besseren Schutz bei Stürzen bietet, sondern Schmutz und Nässe einfach abperlen lässt. Das funktionierte im Test wirklich hervorragend und selbst das dünne Cordura Gewebe kommt mit leichtem Nieselregen klar und hält die Feuchtigkeit eine ganze Zeit draußen. Sollte das Jersey bei stärkerem Regen Nass werden, trocknet es innerhalb kürzester Zeit wieder komplett. Super!

Bisher haben wir nur über die Ärmel gesprochen – der Rest des Trikots ist jedoch mindestens ebenso gut durchdacht. Auf dem Rücken und unter den Armen setzt man auf feines Mesh für bessere Belüftung. Drei gut dimensionierte Rückentaschen bieten Platz für Riegel, Gels, CO² und was man im Rennen braucht. Das Smartphone ist bei Trainingsfahrten inzwischen bei vielen Fahrern ein fester Begleiter und bekommt am neuen POC Jersey seine eigene Tasche, die mittig am unteren Rücken sitzt und per Klappe und Reißverschluss den wertvollen Inhalt vor Dreck und Nässe schützt.

Die Passform des Jerseys ist wenig überraschend äußerst sportlich und fällt für unseren Geschmack fast ein wenig zu klein aus – im Zweifelsfall vor dem Kauf lieber anprobieren oder eine Nummer größer bestellen. Hat man jedoch die richtige Größe gefunden, sitzt das Jersey wie angegossen. Die vorgeformten Ärmel sind sehr angenehm und der Tragekomfort extrem hoch.

So viel High-Tech in Trikot-Form hat jedoch auch ihren Preis: 200€ kostet das POC Resistance PRO XC Zip Jersey.

POC Resistance PRO XC Shorts

Klar gehört zur neuen POC Resistance Kollektion auch eine passende Baggy Short – inzwischen setzt auch bei den Profis nicht nur Manuel Fumic auf die etwas entspanntere Bein-Klamotte und unter Hobby-Fahrern erfreuen sich die weiteren Shorts ohnehin schon immer großer Beliebtheit. Besonders an POCs neuer XC-Baggy ist vor allem die konsequente Ausrichtung auf Race-Bedürfnisse – leicht, haltbar, hervorragend belüftet und für viele Stunden im Sattel soll sie sein. Interessant ist dabei die Entscheidung seitens POC, auf ein Sitzpolster zu verzichten – gerade angesichts des hohen Preises von 240€. Die Short ist konzipiert, um direkt über der passenden Bib getragen zu werden – hierfür hat sie auf der Bund-Innenseite auch Silikoneinsätze, die Verrutschen verhindern und festen Sitz garantieren sollen, was in der Praxis auch sehr gut funktioniert.

Ansonsten legte man auch bei den Resistance Shorts viel Wert auf einen hochwertigen und durchdachten Materialmix: An strategisch sinnvollen stellen wie oberhalb des Gesäß und auf der Innenseite der Beine verwendet man dünnes, atmungsaktives Material, ansonsten ein hoch-elastisches, festes aber zugleich leichtes Gewebe. Zusätzlich sind einige Stellen, wie der seitliche Hüftbereich punktuell verstärkt, um bei Stürzen etwas Schutz zu bieten und die Lebensdauer der Shorts zu verlängern. Hier sitzt auch die einzige Tasche der Short, die durch einen Reißverschluss geschützt und optisch komplett unsichtbar ist. Sie bietet nicht besonders viel Platz, eine ’schwere Beladung‘ würde aber ohnehin nur beim Pedalieren stören.

Der Schnitt der Resistance Shorts ist durchdacht – die Vorderseite ist im Kniebereich etwas länger, die Hose selbst hinten höher geschitten. Der Bund lässt sich mit außen sitzenden Klettverschlüssen in seiner Weite variieren. Insgesamt fällt die Baggy – gerade verglichen mit dem Jersey – eher groß bzw. ’normal‘ aus.

POC Resistance PRO XC Glove

Das dritte Resistance-Teil im Test-Bunde sind die Handschuhe. Oft unterschätzt spielen sie doch gerade auf längeren Fahrten eine entscheidende Rolle, weil sie Komfort und Gefühl an einem von drei Kontaktpunkten mit dem Rad maßgeblich beeinflussen. Die Schweden bringen in diesem Bereich viel Erfahrung mit und bleiben sich treu – weniger ist manchmal eben mehr. Genau nach diesem Grundsatz kommen die Resistance PRO XC Gloves eher minimalistisch daher.

Mit dünnem, atmungsaktiven Material auf der Oberseite und robustem, optisch an Leder angelehnten Cordura auf der Handinnenseite verzichtet man auf Experimente. Nicht fehlen dürfen natürlich auch Frottee-Einsätze, um den Schweiß schnell abzuwischen. Silikon-Patches an Mittel- und Zeigefinger  verbessern den Grip vor allem im Nassen. Die 70€ teuren Handschuhe haben im Test jedenfalls restlos überzeugt – die Passform ist wirklich großartig und die POC zählen zu den bequemsten Handschuhen, die wir in den letzten Jahren an den Händen hatten. Das dünne, aber robuste Material und die perforierte Handinnenfläche sorgen für angenehmes Klima. Schön außerdem, dass das Obermaterial leichten Regen abperlen lässt.

Web

www.pocsports.com

über den Autor

Michael Faiß

Michael Faiß hat in München Englisch und Geschichte studiert. Nach einem einjährigen Aufenthalt in England arbeitete er als Übersetzer unter anderem für das Magazin Procycling und das Degen Mediahouse. Außerdem ist er seit der Kindheit passionierter Radfahrer und –schrauber und fühlt sich vor allem abseits der asphaltierten Wege zuhause.

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