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RadsportStraßenradsport

Radsport: 108. Mailand-Sanremo: Kwiatkowski vor Sagan und Alaphilippe

18. März 2017 by Michael Behringer

Mailand-Sanremo Michal Kwiatkowski

Radsport: Michal Kwiatkowski (Sky) hat in einer Millimeter-Entscheidung die 108. Austragung von Mailand-Sanremo gewonnen. Der Pole sprang zusammen mit Julian Alaphilippe (Quick-Step Floors) sechs Kilometer vor dem Ziel an das Hinterrad von Peter Sagan (Bora-hansgrohe). Der Weltmeister attackierte am Poggio und leistete daraufhin die meiste Führungsarbeit des Trios. Das kleiner gewordene Hauptfeld konnte diese Lücke nicht mehr schließen. Peter Sagan versuchte es auf der Zielgeraden mit einem sehr langen Sprint, doch Michal Kwiatkowski konnte sich noch vorbeischieben.

Nico Denz in der Spitzengruppe

Die 108. Austragung von Mailand-Sanremo wurde ausgefahren von 25 Teams mit je acht Fahrern. Über die lange Distanz von 291 Kilometern sollte der Sieger des ersten Monuments in diesem Jahr bestimmt werden. Direkt nach dem Start am Mailänder Piazza Castello heute Morgen um 10 Uhr setzten sich zehn Fahrer ab. Mit dabei war auch der Deutsche Nico Denz (Ag2r). Für ihn war es die erste Teilnahme bei der so genannten Fahrt in den Frühling. Schnell einigte man sich im Hauptfeld, dass diese Gruppe weggelassen wird. Der Vorsprung stieg rasant an, wurde dann jedoch konstant bei rund vier bis fünf Minuten gehalten. Die Kontrolle im Peloton übernahm das französische Team FDJ. Schließlich haben sie mit Arnaud Démare den Vorjahressieger der Primavera in den eigenen Reihen. Als es die Cipressa hinauf ging, wurde die Fluchtgruppe gestellt und es hagelte Attacken aus dem Feld.

Mailand-Sanremo Michal Kwiatkowski Peter Sagan Julian Alaphilippe Sprint



Peter Sagan verliert im Sprint gegen Michal Kwiatkowski

Unter anderem versuchten sich Tony Gallopin (Lotto-Soudal), Greg van Avermaet (BMC), Philippe Gilbert (Quick-Step Floors), Tim Wellens (Lotto Soudal) und Tom Dumoulin (Sunweb) abzusetzen. Die kleiner gewordene Gruppe um die Favoriten ließ jedoch niemanden mehr weg. Vor allem die Teams Bora-hansgrohe und FDJ sorgten immer wieder für den Zusammenschluss. Dann ging es hinein in den Poggio. Hier nahm Tom Dumoulin das Zepter in die Hand. Sky ließ ihn jedoch nicht davonkommen. Kaum oben angekommen, schoß plötzlich Peter Sagan sechs Kilometer vor dem Ziel aus dem Feld heraus. Der Weltmeister wollte sich nicht auf einen Sprint dieser großen Gruppe einlassen. Michal Kwiatkowski und Julian Alaphilippe hatten zunächst Mühe zu folgen, schlossen dann jedoch in der Abfahrt auf. Peter Sagan musste – wie immer – den Großteil der Arbeit selbst verrichten. Das Hauptfeld kam nicht mehr heran. Sagan begann sehr früh mit dem Schlusssprint und hätte diesen fast bis zur Ziellinie durchgezogen. Doch der an seinem Hinterrad befindliche Michal Kwiatkowski tigerte sich um wenige Millimeter am Slowaken vorbei. Julian Alaphilippe komplettierte das Podium. Den Sprint des fünf Sekunden später eingetroffenen Hauptfeldes entschied Alexander Kristoff (Katusha-Alpecin) vor Fernando Gaviria (Quick-Step Floors) für sich. John Degenkolb (Trek-Segafredo) wurde Siebter.

Mailand-Sanremo Michal Kwiatkowski Peter Sagan Julian Alaphilippe Podium

Das Ergebnis der 108. Austragung von Mailand-Sanremo

PlatzFahrerLandTeamZeit
1.Michal KwiatkowskiPolenSky7:08:39
2.Peter SaganSlowakeiBora-hansgrohest
3.Julian AlaphilippeFrankreichQuick-Step Floorsst
4.Alexander KristoffNorwegenKatusha-Alpecin+0:05
5.Fernando GaviriaKolumbienQuick-Step Floorsst
6.Arnaud DémareFrankreichFDJst
7.John DegenkolbDeutschlandTrek-Segafredost
8.Nacer BouhanniFrankreichCofidisst
9.Elia VivianiItalienSkyst
10.Caleb EwanAustralienOrica-Scottst


Stichworte:AlaphilippeDenzKwiatkowskiMailand-SanremoNewsSagan

Über Michael Behringer

Radsport mit all seinen Taktiken, Etappenanalysen, Platzierungen und Prognosen sind die große Leidenschaft von Michael Behringer. Im Jahr 1996 hat er seine erste Tour de France verfolgt. Seitdem beobachtet er nahezu jedes Rennen. Seine Passion Radsport begleitet ihn also seit über zwei Jahrzehnten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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