Teamvorstellungen 2017: Katusha-Alpecin – Umbruch mit hohem Risiko

Teamvorstellungen 2017: Katusha-Alpecin – Umbruch mit hohem Risiko

Radsport: Der in den vergangenen Jahren als Team Katusha unter russischer Lizenz fahrende Rennstall startet ab kommendem Jahr mit deutschem Co-Sponsor und Schweizer Lizenz als Katusha-Alpecin. Nicht nur wegen der Verpflichtung von Tony Martin dürfte es eines der spannendsten Projekte der kommenden Saison sein.

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Katusha-Alpecin 2017: Transfers

Abgänge

Sergey Chernetski (Astana)
Jacopo Guarnieri (FDJ)
Vladimir Isaychev
Dmitry Kozonchuk (Gazprom-Rusvelo)
Alexander Porsev (Gazprom-Rusvelo)
Joaquim Rodríguez (Bahrain Merida)
Egor Silin
Alexey Tsatevich (Gazprom Rusvelo)
Jurgen Van den Broeck (LottoNL-Jumbo)
Anton Vorobyev

Zugänge

Jenthe Biermans (SEG Racing)
José Gonçalves (Caja Rural)
Reto Hollenstein (IAM Cycling)
Robert Kišerlovski (Tinkoff)
Maurits Lammertink (Roompot – Oranje Peloton)
Tony Martin (Etixx – Quick-Step)
Marco Mathis (NeoPro)
Baptiste Planckaert (Wallonie – Bruxelles)
Mads Würtz Schmidt (Team Virtu ProVeloconcept)
Rick Zabel (BMC)

Team 2017 (vorläufig)

Maxim Belkov
Jenthe Biermans
Sven Erik Bystrom
José Gonvalves
Marco Haller
Reto Hollenstein
Robert Kiserlovski
Pavel Kochetkov
Alexander Kristoff
Viacheslav Kuznetsov
Maurits Lammertink
Alberto Losada
Tiago Machado
Matvey Mamykin
Tony Martin
Marco Mathis
Michael Morkov
Baptiste Planckaert
Nils Politt
Jhonatan Resrepo
Simon Spilak
Rein Taaramäe
Ángel Vicioso
Mads Würtz Schmidt
Rick Zabel
Ilnur Zakarin

Katusha-Alpecin 2017: Teamräder und Ausstattung

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Die Partnerschaft zwischen Katusha und dem Koblenzer Radhersteller Canyon wird auch für Katusha-Alpecin fortgeführt: Demnach werden die Herren in den meisten Rennen wieder auf dem Canyon Ultimate CF SLX Platz nehmen, das wohl auch in der kommenden Saison wieder im typischen Katusha-Rot gestaltet sein wird. Tony Martins neues Arbeitsgerät in seiner Paradedisziplin gegen die Uhr wird das neue Canyon Speedmax CF SLX, auf das sich der amtierende Zeitfahrweltmeister bereits seit seiner Verpflichtung freut: „Ich finde auch die Räder von Canyon große Klasse und das ist für mich als Zeitfahrer besonders wichtig,“ sagte er damals.

Das Katusha Kit für die kommende Saison wurde am vergangenen Wochenende im warmen Spanien präsentiert – Experimente gibt es keine, auch 2017 werden die Fahrer von Katusha-Alpecin mit ihrem roten Outfit wieder leicht im Peloton zu erkennen sein. Ganz neu hingegen ist die Bekleidungslinie für nicht-Profis, die Katusha vor einigen Wochen präsentierte.

Katusha-Alpecin 2017: Umbruch mit viel Risikoo

Mit einer Lizenz aus der Schweiz wird 2017 das Team Katusha-Alpecin an den Start gehen. In der Person von Reto Hollenstein verstärkt man sich aber nur mit einem Schweizer. Dafür stoßen gleich drei Deutsche zum Team: Rick Zabel und die beiden Zeitfahr-Weltmeister Marco Mathis und Tony Martin. Nach dem Abgang von Aushängeschild Joaquim Rodriguez und vielen weiteren Fahrern ist ein Umbruch aber auch angebracht. Dieser deutet stark darauf hin, dass man sich immer mehr auf Ilnur Zakarin konzentrieren wird, denn ein wirklicher Nachfolger von Purito wurde nicht verpflichtet. Nach dem Abgang von Daniel Moreno aus dem Vorjahr ist das ein weiterer Aderlass, den das Team kompensieren muss. Und das wird gewiss nicht einfach, denn in diesem Jahr war alleine Alexander Kristoff für mehr als die Hälfte der Siege verantwortlich. Auf ihm und eben auf Zakarin ruhen auch die Hoffnungen für 2017. Doch ob dieser Kader für eine gute Saison ausreichend sein wird?

Tony Martin wird die Teamführung sicherlich nicht nur als guten Zeitfahrer verpflichtet haben. Der Deutsche selbst erhofft sich, künftig eine bessere Rolle bei den Klassikern spielen zu können. Fraglich nur, auf welchem Terrain das sein sollte, denn bei den flachen Rennen ist Kristoff der klare Kapitän und wenn es bergig wird steht Zakarin bereit. So oder so: Diese drei namhaften Piloten werden es 2017 für Katusha-Alpecin richten müssen, denn die Reihe dahinter gehört ganz sicher nicht zu den Siegkandidaten. Das Team scheint ansonsten nur mit den typischen Helfern bestückt zu sein. Zu den Toptalenten gehören dabei sicherlich die 22-jährigen Matvey Mamykin, Jhonatan Restrepo und Nils Politt. Doch ob sie 2017 schon den großen Sprung schaffen können? Eine klare Leistungsverbesserung erwartet werden darf von Rein Taaramäe und Simon Spilak. Diese beiden könnten für die nötigen Ergebnisse sorgen, falls das Toptrio schwächelt. Sollte das jedoch dann auch nicht passieren, könnte es 2017 die schlechteste Saison für Katusha geben.

über den Autor

Michael Behringer

Radsport - Radsport mit all seinen Taktiken, Etappenanalysen, Platzierungen und Prognosen sind die große Leidenschaft von Michael. Im Jahr 1996 hat Michael seine erste Tour de France geschaut. Seitdem verfolgt er nahezu jedes Rennen. Seine Passion Radsport begleitet ihn also seit über zwei Jahrzehnten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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