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Radsport

Radsport: La Flèche Wallonne: Alejandro Valverde nicht zu schlagen

20. April 2016 by Michael Faiß

Radsport: Alejandro Valverde (Movistar) hat als erster Profi überhaupt zum vierten Mal den Flèche Wallonne gewonnen. Der Spanier setzte sich an der Mauer von Huy überlegen gegen Julian Alaphilippe und Dan Martin (beide Etixx – Quick-Step) durch.

Bei allerbesten Bedingungen, windstill, sonne und lauen 20°C machten sich die Starter am frühen Mittag vom neuen Startort in Marche-en-Famenne auf den Weg auf die schweren 196km bis zum Ziel in Huy. Der Anfang des Rennens war recht zerfahren und es dauerte mehr als 30km bis sich eine erste Gruppe von neun Fahrern absetzen konnte. Die Initiative kam von Stephen Cummings (Team Dimension Data), Tosh Van Der Sande (Lotto Soudal) und Silvan Dillier (BMC) setzten sofort nach. Innerhalb weniger Kilometer erfuhr sich die neue Spitzengruppe einen deutlichen Vorsprung und das Rennen beruhigte sich daraufhin ein wenig.

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Im Feld waren es wenig überraschend Movistar und Katusha, die für ihre Kapitäne Alejandro Valverde und Joaquim Rodriguez fuhren und das Tempo vorgaben. Ungefähr 80km vor dem Ziel – der Vorsprung der Spitzenreiter betrug inzwischen etwas mehr als drei Minuten – entschied man sich, das Tempo etwas anzuziehen und die Ausreißer unter Druck zu setzen. An der Spitze gab es derweil ebenfalls einige Attacken und Tempoverschärfungen: Vor allem der starke Tosh Van der Sande und der unermüdliche Stephen Cummings drückten immer wieder auf die Pace.

Auch wenn es heute erfreulicherweise wenige Stürze zu verzeichnen gab, erwischte es kurz vor der 50km Marke dann Trek-Profi Frank Schleck. An einer engen Passage stürzten gleich mehrere Fahrer und der Luxemburger schied in der Folge mit Verdachte auf Schlüsselbeinbruch aus – gute Besserung von uns! Unter den dauernden Tempoverschärfungen an der Spitze war die Gruppe inzwischen auf lediglich vier Fahrer zusammengeschmolzen und auch das Feld schrumpfte mit beinahe jedem Kilometer, da Movistar und Katusha nach wie vor alles in die Waagschale warfen.

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Kurz nach der 20km Marke war es dann um die Ausreißer geschehen und das Feld fand sich wieder zusammen. Movistar zeigte sich mit sechs Fahrern an der Spitze und schien die Situation fest im Griff zu haben, als plötzlich Bob Jungels (Etixx – Quick-Step) attackierte. Georg Preidler (Team Giant-Alpecin) und Ion Izaguirre (Movistar) konnten sich an sein Hinterrad hängen. Der Vorsprung des Trios wuchs schnell auf über zehn Sekunden an, doch Izaguirre sorgte dafür, dass Movistar auch hier alles unter Kontrolle hatte. Preidler konnte die Pace des Trios nicht lange mitgehen, doch Tim Wellens (Lotto Soudal) schloss auf dem Feld auf. Zwei Kilometer vor dem Ziel in Huy war es jedoch vorbei und das Feld wieder zusammen – Katusha und Movistar wieder ganz an der Spitze.

An der Mur de Huy kam es dann zum erwarteten Schlagabtausch. Joaquim Rodriguez attackierte früh, wurde aber von Julien Alaphilippe und Dan Martin (Etixx – Quick-Step) schnell wieder eingeholt. Alejandro Valverde wartete lange, war geduldig und lauerte auf seine Chance, bis er schließlich auf den letzten 100 Metern seine Vorteile ausspielte, an allen anderen vorbeizog und als erster Fahrer überhaupt seinen vierten Sieg beim Wallonischen Pfeil feiern konnte.

FahrerLandTeamZeit
1.Alejandro ValverdeSpanienMovistar04:43:57
2.Julian AlaphilippeFrankreichEtixx - Quick-Step
3.Daniel MartinIrlandEtixx - Quick-Step
4.Wouter PoelsNiederlandeTeam Sky00:00:04
5.Enrico GasparottoItalienWanty-Groupe Gobert00:00:05
6.Samuel SanchezSpanienBMC
7.Michael AlbasiniSchweizOrica-GreenEDGE
8.Diego UlissiItalienLampre-Merida
9.Warren BarguilFrankreichTeam Giant-Alpecin
10.Rui CostaPortugalLampre-Merida


Stichworte:Alejandro ValverdeLa Fleche WallonneNews

Über Michael Faiß

Michael Faiß hat in München Englisch und Geschichte studiert. Nach einem einjährigen Aufenthalt in England arbeitete er als Übersetzer unter anderem für das Magazin Procycling und das Degen Mediahouse. Außerdem ist er seit der Kindheit passionierter Radfahrer und –schrauber und fühlt sich vor allem abseits der asphaltierten Wege zuhause.

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