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Giro d'ItaliaRadsport

Giro d'Italia: Giro d’Italia: Pozzovivo-Crash überschattet Sieg von Matthews

11. Mai 2015 by Michael Faiß

giroE3be1

Radsport: Puh, was für eine Etappe heute beim Giro d’Italia von Rapallo nach Sestri Levante. Zum ersten Mal in diesem Jahr standen einige richtige Anstiege auf dem Programm. Zwischenzeitlich rückte jedoch das Renngeschehen komplett in den Hintergrund – Domenico Pozzovivo (ag2r-La Mondiale) stürzte schwer und blieb regungslos liegen. Inzwischen gibt es glücklicherweise leichte Entwarnung.

Das Unglück ereignete sich auf der steilen und  technisch anspruchsvollen Abfahrt von Barbagelata. In einer langgezogenen Kurve verlor Pozzovivos Vorderrad bei hoher Geschwindigkeit den Grip und der 32-jährige Italiener schlug mit dem Kopf auf den Asphalt. Mit dem Gesicht nach unten blieb er regungslos liegen – schnell eilten Zuschauer zur Hilfe und auch das medizinische Personal des Rennens war rasch vor Ort. Für Diskussionen sorgte die italienische Regie, die immer wieder sekundenlang den bewusstlos auf der Straße liegenden Pozzovivo zeigte. Die Kommentatoren bei Eurosport Deutschland und Eurosport Britain entschuldigten sich immer wieder für die fürchterlichen Bilder und auf Twitter meldete sich Chris Froome zu Wort: „Ist es wirklich nötig diese Bilder von Pozzovivo beim #giro2015 zu zeigen? Bitte etwas mehr Respekt vor dem Fahrer und seiner Familie @giroditalia“



pozzovivo1

Inzwischen gab es von Seiten des Rennarztes und Pozzovivos Team ag2r leichte Entwarnung: Der 32-jährige soll bei Bewusstsein sein und könne sich Bewegen. Er wurde zur Untersuchung und Behandlung in das nächstgelegene Krankenhaus gebracht. Eine genaue Diagnose steht noch aus, doch wir halten euch natürlich auf dem Laufenden.

Doch natürlich ging die Etappe ungeachtet Pozzovivos Unfall weiter: Am Ende setzte sich Michael Matthews (Orica-GreenEdge) im maglia rosa in einem erneut wilden Massensprint gegen Fabio Felline (Trek) und Philippe Gilbert (BMC) durch. Davor lief die Etappe lange Zeit wir von vielen Seiten vor dem Start prophezeit: Die zwei schweren Anstiege verlangten den Fahrern alles ab und der eine oder andere hatte ernsthafte Probleme, das hohe Tempo des Pelotons mitzugehen – beispielsweise sah man immer wieder zwei der großen Protagonisten des gestrigen Tages, Elia Viviani (Sky) und André Greipel (Lotto-Soudal) ganz am Ende des Felds, wie sie versuchten, Anschluss zu halten.



In Barbagelata holte sich der Russe Pavel Kochetkov (Katusha) die Bergwertung und führte während der folgenden Abfahrt ins Ziel die letzte Fluchtgruppe für lange Zeit an. Doch einige Kilometer vor der Ziellinie wurde er gestellt und im Massensprint siegte der bereits in Rosa fahrende Michael Matthews, der das Führungstrikot natürlich verteidigt.

Endergebnis 3. Etappe Giro d’Italia 2015

[easytable th=“0″]

1.,Michael Matthews,AUS,Orica-GreenEdge,03:33:53



2.,Fabio Felline,ITA,Trek,

3.,Philippe Gilbert,BEL,BMC,

4.,Sergey Lagutin,RUS,Katusha,



5.,Paolo Tiralongo,ITA,Astana,

6.,Luca Paolini,ITA,Katusha,

7.,Francesco Gavazzi,ITA,Southeast,



8.,Enrico Battaglin,ITA,Bardiani,

9.,Luis Leon Sanchez,SPA,Astana

10.,Yonathan Monsalve,VEN,Southeast,



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Stichworte:Giro d'ItaliaNewsTicker

Über Michael Faiß

Michael Faiß hat in München Englisch und Geschichte studiert. Nach einem einjährigen Aufenthalt in England arbeitete er als Übersetzer unter anderem für das Magazin Procycling und das Degen Mediahouse. Außerdem ist er seit der Kindheit passionierter Radfahrer und –schrauber und fühlt sich vor allem abseits der asphaltierten Wege zuhause.

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