Wintercheck #4: Pflegetipps

Wintercheck #4: Pflegetipps

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Spektrum: Im vierten und letzten Teil unserer Wintercheck-Serie wollen wir auch ein paar Tipps und Tricks zeigen, wie ihr euch und euer Material möglichst schonend durch den Winter bekommt. Wo lohnt sich die Pflege und wo nicht? Worauf sollte man besonders achten?

Während ein Fahrrad und seine Technik während des Winters von den tiefen Temperaturen meist recht unbeeindruckt bleiben, setzt ihm etwas anderes ziemlich zu: Streusalz. Vom ersten Schnee bis in den Februar hinein sind ein großer Teil der deutschen Straße regelrechte Salzstollen. Natürlich freuen sich Autofahrer, Fußgänger und Fahrradfahrer über freie Straßen, aber für das Material ist das Streusalz eine große Belastung, insbesondere in Verbindung mit Nässe.

Salzwasser beschleunigt die Korrosion, ganz besonders bei Stahl. Betroffen davon sind oftmals Fahrradrahmen (sofern nicht aus Aluminium oder Carbon), Kette, Kassette, Lager, Bremsen – eigentlich alles. Nun lässt es sich nicht vermeiden, dass das Stadtrad über den Winter in Kontakt mit Salzwasser kommt, aber trotzdem kann man mit ganz wenig Pflege effektiv verhindern, dass sich großflächig Rost ansetzt.

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Kampf dem Streusalz – 3 Pflegetipps:

1) Rost gedeiht ganz besonders dann, wenn man sein Rad auf der Straße in Salzwasser badet und anschließend im warmen Keller unterbringt. Deshalb: Nach jeder Salzfahrt das Rad zuhause im Keller oder in der Garage einmal komplett mit kaltem, klaren Wasser abspülen – dies gilt auch für den Fall, dass Schnee und Eis daran klebt.

2) Antrieb in regelmäßigen Abständen neu ölen. Durch den häufigen Kontakt mit Salzwasser und Wasser generell leidet die Schmierung des Antriebs über den Winter erheblich. Eine schlecht geölte Kette ist laut, funktioniert schlecht und erhöht den Verschleiß. Im Winter sollte man deshalb nach jeder zweiten Regen- oder Schneefahrt die Kette neu schmieren. Dazu einfach ein beliebiges Kettenöl in ein altes Küchentuch o.ä. tröpfeln und die Kette hindurchziehen. So beseitigt man auch direkt den gröbsten Schmutz mit.

3) Besitzt man einen Stahlrahmen, sollte man diesen vor dem ersten Wintereinbruch auf Kratzer im Lack kontrollieren. Setzt sich nämlich an einer Stelle Rost an, kann sich dieser möglicherweise unter dem Lack ausbreiten – das setzt dem Rahmen zu und der Lack leidet erheblich. Wenn man nicht weiß, ob der Rahmen aus Alu oder Stahl ist, kann man dies einfach mit einem Magneten überprüfen. Ist er magnetisch, ist er aus Stahl. Entdeckt man Kratzer, sollte man diese schnellstmöglich ausbessern.

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Auch wenn die tiefen Temperaturen wie eingangs erwähnt für die meisten Bauteile kein Problem sind, so muss man hier eine Ausnahme machen: Fährt man einen gepolsterten Sattel, sollte man diesen vor dem ersten Frost unbedingt auf Risse in der Sitzfläche überprüfen. Wird das Sitzpolster im Inneren nämlich nass und gefriert anschließend, dehnt es sich aus, was oftmals dazu führt, dass noch mehr Risse entstehen – nach nur wenigen Wochen ist der Sattel dann schrottreif. Entdeckt man einen Riss, kann man diesen eventuell noch mit Sekundenkleber schließen. Ein gut gemeinter Rat zum Schluss: Panzertape oder anderes Gewebeband hält am Sattel leider nicht lange – wie man an zahlreichen Beispielen beobachten kann.

Das soll es von unserer Seite nun auch gewesen sein. Wir wünschen euch eine allzeit gute Fahrt, kommt sicher durch den Winter.

über den Autor

Michael Faiß

Michael Faiß hat in München Englisch und Geschichte studiert. Nach einem einjährigen Aufenthalt in England arbeitete er als Übersetzer unter anderem für das Magazin Procycling und das Degen Mediahouse. Außerdem ist er seit der Kindheit passionierter Radfahrer und –schrauber und fühlt sich vor allem abseits der asphaltierten Wege zuhause.

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