Danilo di Luca: Beim Giro d’Italia dopen 90 Prozent

Danilo di Luca: Beim Giro d’Italia dopen 90 Prozent

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Der Italiener Danilo di Luca hat sechs Wochen, nachdem er vom Olympischen Komitee Italiens (CONI) mit einer lebenslangen Sperre belegt worden ist, dem italienische Fernsehsender Italia 1television ein Interview gegeben, welches einige verstören und andere in Rage bringen dürfte. Laut der Tageszeitung Gazzetta dello Sport gibt Di Luca im Rahmen des Gesprächs zu Protokoll, dass etwa 90 Prozent aller Fahrer des Giro d’Italia gedopt seien. Die übrigen zehn Prozent, so der in drei Fällen des Dopings überführte Ex-Radstar, „kümmern sich nicht um den Giro, sie bereiten sich auf andere Rennen vor.“

[pullquote]“Das beste wäre es, Doping zu legalisieren. Dann würden alle im gleichen Spielfeld unterwegs sein.“[/pullquote]

Des Weiteren führte Di Luca an, dass es unmöglich sein, den Giro ohne Doping in den Top10 zu beenden. „Das beste wäre es, Doping zu legalisieren. Dann würden alle im gleichen Spielfeld unterwegs sein“, versuchte er seinen Gedankengang zu unterstreichen. „Ich war schon immer ein Champion, habe oft gewonnen. Doch als ich von den Amateuren zu den Profis wechselte, waren auf einmal Fahrer stärker als ich, die ich noch einen Monat zuvor besiegt hatte.“ Dieser Rückblick ist ein Spiegel der Uneinsichtigkeit Di Lucas, der sich mit diesem Interview wohl auch Verständnis für seinen Fall erhofft. Hinsichtlich seines positiven EPO-Befundes während des letzten Giro führt er an, dass sich die Fahrer heute selbst um die Produkte kümmern müssen. Großangelegte Systeme, wie zu Zeiten von Festina und US-Postal gibt es nicht mehr.

Mit seinem Interview ruft Di Luca verständlicherweise Fahrer der sogenannten neuen Generation aufs Tableau. Allen voran äußerte sich der US-Amerikaner Andrew Talansky (Gramin-Sharp), der den Italiener einen „Scumbag“, einen „Mistkerl“ nannte, der dem Radsport mit seiner Uneinsichtigkeit  Schaden zufügt.

Der amtierende Giro d’Italia-Gewinner Vincenzo Nibali (Astana) bezeichnete die Äußerungen als „Geschwafel eines verzweifelten Mannes.“ Zwar würdigte er ihn als ehemals guten Teamkollegen, allerdings sei er „im Kopf wohl etwas kaputt.“ Laut Nibali ist das Interview Di Lucas der Versuch, aus seiner Situation Geld zu schöpfen.

Di Luca hatte, bevor er Anfang Dezember gesperrt wurde, bereits zwei Strafen wegen Dopingvergehen abgesessen. Zu seinen größten Erfolgen, die im Nachhinein sicherlich hinterfragt werden dürfen, zählen der Giro d’Italia 2007, das Amstel Gold Race 2005, der Walonische Pfeil 2005 sowie Liege-Bastogne-Liege 2007.

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